Dominik, 20 + Umwelttoilette

Es gibt viele Wörter für „Stuhlgang“ – für den Großteil der Menschen auf der Welt aber nur wenige Möglichkeiten, ihn hygienisch loszuwerden. Zum ersten Mal wurde mir das auf einem Festival klar, als ich über die Dixi-Klos nachdachte und darüber, dass man zu abgelegenen Orten nicht einfach Wasserleitungen legen kann. Dabei ist es noch das kleinste Problem, auf Festivals aufs Klo zu gehen. Etwa die Hälfte aller Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Seuchen und Durchfallerkrankungen sind die Folgen. Und wir spülen, was sie trinken könnten ... 
Deshalb habe ich begonnen, eine alternative und biologisch unbedenkliche Toilette zu entwickeln. Die sollte einfach funktionieren und ohne Wasser auskommen. Das Ergebnis kommt jetzt sogar ohne Gestank aus, der Kot kann später sogar als Dünger verwendet werden. Mit meinem Projekt habe ich mittlerweile Förderpreise gewonnen und ich möchte es patentieren lassen. Dann muss das Klo nur noch gebaut werden. Ich möchte es marktreif machen – mein Studium soll mir dabei helfen. Wenn ich damit fertig bin, bin ich Umweltingenieur. Die Umwelttoilette hilft dann hoffentlich schon dabei, ein Dilemma zu lösen, das jährlich Millionen Menschen das Leben kostet.

Foto: Matthias Popp

von: Gast