Ein gutes Team

Was macht eigentlich ein „gutes“ Team aus? Hängt das vielleicht von der Anzahl der Mitglieder ab? Oder vielleicht von der Summe ihrer IQs? Ist vielleicht das Team am besten, welches am ausdauerndsten ist, Nächte durchmacht und keine Minute unproduktiv verstreichen lässt? Ein Team, das multitaskingfähiger ist als eine Frau? Oder vielleicht das Team, das sich am besten versteht? Schwer zu sagen.

Im letzten SIFE-Jahr konnten wir sicherlich nicht immer hinter jeden dieser Punkte einen Haken setzen. Unsere Mitgliederzahl ist gestiegen, aber sicher noch ausbaufähig, und gerade in den letzten Wochen vor der National Competition, wo die Projekte des vergangenen Jahres endgültig in einer Präsentation vorgestellt werden, wird unsere Ausdauer in so manch einem Moment auf eine harte Probe gestellt. Aber all diese Erfahrungen lassen uns reifen – aus Fehlern und Herausforderungen lernt man bekanntlich mehr, als wenn alles glatt geht.

Wenn es also das allein nicht ist, was macht uns dann zu einem „guten“ Team?

Es sind gerade die unproduktiven Phasen, die den Zusammenhalt stärken. Phasen, in denen wir uns gegenseitig anschauen und jedem „ICH HAB KEINEN BOCK MEHR“ in Großbuchstaben auf die Stirn geschrieben ist. Wenn dann endlich jemand eine Pause vorschlägt, hört man nur noch zustimmendes Grunzen. Gemeinsam durchhalten, gemeinsam etwas bewegen, sich gemeinsam durchbeißen, nicht nur durch gute sondern auch durch anstrengende Phasen – genau das ist es, was das Team zusammenschweißt und Freundschaften entstehen lässt.

Und was noch? Zahlreiche Teamveranstaltungen und Unternehmensbesichtigungen. Im vergangenen Jahr haben wir miteinander gegrillt, in einer Kneipe Weihnachten gefeiert, waren Paintballspielen, bei einem Experience Day der Lufthansa, hatten Presentation Day bei der Telekom und so weiter und so fort. Diese gemeinsamen Erfahrungen waren einfach großartig und wir würden diese Zeit nicht missen wollen. Spaß ist mindestens genauso wichtig wie zusammen zu ackern!

In den letzten Wochen ackern wir, besonders das Präsentationsteam, ganz schön viel. Kurz vor der National Competition nicht mehr nur tagsüber. Während der Nachtschichten sind Thailänder, Italiener, Chinesen, Japaner und nicht selten auch gekühlte Deutsche gerngesehene Gäste. Wenn wir jetzt nun lieber keine Minute länger als nötig mit den anderen Teammitgliedern verbringen würden, könnten wir dann wirklich „gute“ Arbeit leisten? Ich glaube nicht. Nur wenn sich jeder im Team wohl fühlt und voll hinter ihm steht, kann es erfolgreich sein und wie anfangs so salopp gesagt ein „gutes“ Team sein. Hinter dem Punkt Leistung und Spaß zumindest können wir getrost einen großen Haken setzen. Wir freuen uns jetzt schon auf die National Competition 2011 und vor allem: auf die Party danach!

Autoren: Nare Harutyunyan und Julius Watermann

von: Gast