Eine Klagemauer für Schüler

Für die regionale Ausbildungsmesse hat sich der Arbeitskreis Jugendarbeitslosigkeit im Stadtjugendring Bamberg unter der Leitung von Telekom-Mitarbeiter Johannes Wicht etwas ausgedacht, was erst mal komisch klingt: eine Klagemauer. Gemeint ist natürlich nicht die religiöse Stätte in Jerusalem. Dem Arbeitskreis ging es um etwas anderes: Schüler sollten die Gelegenheit bekommen, ihre Sorgen und Ängste loszuwerden.

Und – was stört die Schüler, wenn es um den Übergang von Schule zu Beruf geht? Zum Beispiel diese Punkte:

• In der Schule wird man zu wenig auf das Berufsleben vorbereitet.

• Prüfungen und Bewerbungen laufen zur gleichen Zeit.

• Als Praktikant lernt man oft nicht wirklich was über den Betrieb. Trotzdem erwarten Betriebe Praktika.

• Im Unterricht, in der Schule sollten mehr Berufe vorgestellt werden.

• Das Arbeitsamt berät oft schlecht.

Bürgermeister und Landrat kamen auf der Messe vorbei und schauten sich die Ergebnisse der Klagemauer an. Das ist doch schon mal ein guter Ansatz. Hoffentlich nehmen möglichst viele Lehrer, Berufsberater und andere Akteure sie ernst.