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Für Ausbildung, Studium oder Job in eine fremde Stadt ziehen - fünf Leute erzählen, wie das für sie war.

Sabrina, 19, lernt Verwaltungsfachangestellte und ist von Nordhdhausen nach Hannover gezogen

Dass Hannover meine neue Heimat wird, war nicht unbedingt geplant.

Ich habe mich zusammen mit meinem Freund quer durch Deutschland beworben. Wir wollten unbedingt zusammenziehen. Er hat dann zuerst eine Stelle hier gefunden und ich bin mitgekommen.

Hannover kannte ich vorher gar nicht, erst während der Bewerbungsphase war ich ein paarmal zu Vorstellungsgesprächen hier. Inzwischen kann ich mir schon richtig gut vorstellen, hier zu bleiben.

In der Berufsschule und bei der Arbeit habe ich tolle neue Leute kennen gelernt. Ein Neuanfang in einer fremden Stadt ist schwer, aber zu zweit haben wir das gut hinbekommen. Es ist nicht so leicht, alles auf die Reihe zu kriegen, die eigene Wohnung, die Arbeit und alles andere im Alltag.

Das geschafft zu haben, macht mich schon ein bisschen stolz und ich kann nur jedem raten, den Auszug zu wagen. Es ist nicht nur eine Chance, erwachsener zu werden, sondern auch ein besseren Ausbildungsplatz zu finden.

Foto: Matthias Popp

Gast

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Christian, 25, lernt IT-System-Elektroniker und ist von Senftenberg nach Frankfurt gezogen

Die Entscheidung, nach Frankfurt am Main zu gehen, war die beste, die ich treffen konnte.

Nach der Zusage für meine Ausbildung habe ich quasi über Nacht meinen alten Callcenter-Job gekündigt und bin hergezogen.

Damals hatte ich die Wahl: um jeden Preis in der Heimat bleiben, auch ohne Zukunftsperspektive, oder mit viel Eigeninitiative woanders eine Karriere starten.

Ein paar Leute kannte ich in Frankfurt, aber ich wollte wieder einen richtig großen Freundeskreis. Deshalb bin ich zur Freiwilligen Feuerwehr gegangen – da hat man gleich mal 120 neue Bekannte.

Meine Freundin ist inzwischen auch hergezogen. Mit ihr und unserem Hund wohne ich im grünen Speckgürtel der Stadt, in Oberursel. Ich fühle mich schon absolut heimisch hier. Das Einzige, was ich an Senftenberg vermisse, sind die vielen Seen, sowas gibt‘s hier gar nicht.

In ein paar Jahren ziehen wir aufs Land. Ein eigenes Forsthaus oben im Taunus mit zwei Doggen und einem großen Hof für Motocrossmaschinen – das wäre richtig geil.

Foto: Julia Kroh

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Michaela, 23, ist auf Jobsuche und von Bischofswerda nach Berlin gezogen

Meine ersten Wochen in Berlin waren chaotisch. Nach meinem Touristik- und Eventmanagement-Studium hab ich zu Hause keinen Job gefunden. Also bin ich kurzerhand nach Berlin, als ich dort eine Praktikumsstelle mit Aussicht auf Übernahme bekommen habe.

Innerhalb von zwei Wochen musste ich meine Wohnung kündigen und eine neue Bleibe in Berlin finden. Dazu kam, dass sich die WG-Besichtigungen wegen des Semesterbeginns als regelrechte Massen-Castings herausstellten. Manchmal hatte ich Angst, dass ich gar nichts finde.

Zum Glück konnte ich die ersten zwei Monate bei meiner Schwester auf der Couch schlafen. Über sie habe ich auch meine jetzige Mitbewohnerin kennen gelernt. Genervt von den Castings haben wir einfach selbst eine Zweier-WG gegründet.

Allerdings kam dann ein neues Problem auf mich zu: Die Firma, bei der ich das Praktikum gemacht hatte, hat mich nicht übernommen.

Jetzt bin ich wieder auf Jobsuche. Ich hoffe aber, hier etwas zu finden. Zurück nach Hause will ich erst wieder, wenn ich später eine Familie gründe. Bis dahin genieße ich Berlin: Kultur, Nachtleben und Wochenenden an der Ostsee.

Foto: André Forner

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Jana, 20, studiert Informatik und ist von Wildemann nach Dresden gezogen

Ich wollte schon immer irgendwo hinziehen, wo man gut klettern kann. Da war Dresden mit der Sächsischen Schweiz vor der Haustür als Studienort meine erste Wahl.

Als ich aus Niedersachsen hierher kam, kam ich mir in den ersten Wochen noch etwas verloren vor, weil ich keinen Menschen kannte. An das Wohnheim musste ich mich auch erst mal gewöhnen, vor allem weil ich mir Bad und Küche mit 30 anderen Leuten geteilt habe. Privatsphäre gibt’s da kaum, wenn man mal seine Ruhe braucht. Deshalb bin ich auch gleich wieder umgezogen.

Jetzt wohne ich in einer WG mit zwei netten Jungs. Da ich drei Brüder habe, bin ich das gewohnt. Und auch in meinem Studiengang gibt es ja viel mehr Jungs als Mädchen. Ich komme damit gut klar, Jungs sind oft unkomplizierter.

Foto: Matthias Popp

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Dominik, 21, studiert Wirtschaftsingenieurwesen und ist von Düsseldorf nach Bremen gezogen

Während des Studiums möchte ich unbedingt ein Auslandssemester machen. Das geht nicht an jeder Uni. In Bremen aber schon. Das war ein Grund, warum ich hierher gezogen bin.

Der Aufbau meines Studiengangs gefällt mir, und schön ist natürlich auch, dass ich in Bremen keine Studiengebühren zahlen muss. Die Gemütlichkeit der Stadt finde ich toll. Ich kann eigentlich überall hinlaufen, das geht in Düsseldorf nicht.

Anfangs war nur die Orientierungslosigkeit nervig. Ich habe mich ständig mit der Straßenbahn verfahren. Klar muss man sich daran gewöhnen, dass man selbst einkaufen und putzen muss, wenn man nicht mehr zu Hause lebt.

Ich wohne hier alleine in einer Zwei-Zimmer- Wohnung. Kurz vor meinem Studium habe ich aber schon drei Monate allein in Amerika gelebt. Das war gut zum Aufwärmen. Eine WG ist nichts für mich.

Ich bin gerne mit Kumpels draußen und habe zu Hause meine Ruhe. Inzwischen fühle ich mich in Bremen genauso wohl wie in Düsseldorf. Meinen Master möchte ich aber in München machen: Der Studieninhalt dort reizt mich mehr.

Foto: Matthias Popp

Gast

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Auch umgezogen?

Bist du auch für deine Ausbildung, dein Studium oder auf Jobsuche in eine neue Stadt gezogen? Wie war das für dich: Hast du schnell neue Leute gefunden oder  noch lange Heimweh gehabt? Hat es sich gelohnt oder würdest du lieber nach hause zurück?


Schreib uns von deinen Erfahrungen!

Mehr Job-Infos

Die Studiengänge von Jana und Dominik sowie den Ausbildungsberuf von Christian bietet auch die Telekom an. Alle Infos dazu findest du hier.

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