Donnerstagabend, 20 Uhr. Menschen mit ernsten Gesichtern in Kostümen und Anzügen mit Bügelfalten verlassen die KPMG-Niederlassung am Barbarossaplatz in Köln. Doch Stille kehrt nun nicht ein in den großen gläsernen Gebäudekomplex. Etwa 20 junge Studenten in Jeans und Turnschuhen streben zielsicher dem Eingang entgegen. Dabei wirken sie nicht so, als seien sie hier fehl am Platz. Die bunte Gruppe findet sich in einem Konferenzraum zusammen. Stühle rücken, Getuschel und eine erwartungsvolle Atmosphäre erfüllen den Raum bis schließlich ein junger blonder Mann eintritt. Seine Begrüßung: „So Leute, heute entscheiden wir, wer mit zur National Competition fährt.“
Ihr werdet euch jetzt fragen: Worum geht es hier eigentlich und wer soll das sein? Hallo, wir sind das SIFE-Team der Uni Köln!
SIFE, das steht für Students In Free Enterprise und ist eine nicht-staatliche, unpolitische Non-Profit-Organisation. Sie soll Studenten eine Plattform sein, ihr theoretisches Wissen aus der Universität in die Praxis umzusetzen. Heute ist SIFE in 47 Ländern an über 1.800 Universitäten tätig und damit eine der größten internationalen Studierendenorganisationen der Welt. SIFE Germany ist dabei die zweitgrößte Unterorganisation innerhalb Europas und wir sind eines der 34 Teams aus Deutschland.
Als SIFE-Team haben wir Projekte ins Leben gerufen, in denen wir uns unternehmerisch beweisen und unser soziales Engagement mit Networking verbinden können. Dabei erfahren, was es heißt, verantwortungsvoll zu arbeiten und zu führen, und leisten gleichzeitig Hilfe zur Selbsthilfe. Was genau wir machen? Derzeit sind es drei Projekte, die die Titel Rheinflanke, EXIT und Social 2 tragen. Wir organisieren mit Jugendlichen, die auf den falschen Weg geraten sind, Fußballspiele, treffen Strafgefangene und sorgen mit Hilfe des Internets für fairen Handel. Doch worum es bei uns genau geht, werdet ihr in den nächsten Tagen und Wochen hier erfahren.
Darüber hinaus müssen wir aber natürlich auch andere Aufgaben übernehmen wie etwa organisatorische Aufgaben, Öffentlichkeitsarbeit und unser Humankapital planen. Der Aufbau unseres Teams ähnelt also dem eines gewöhnlichen Unternehmens. Und natürlich besteht auch unser „Unternehmen“ nicht nur aus BWLern, sondern auch aus Leuten anderen Fachrichtungen wie etwa Medizinern, Biologen und Sozialwissenschaftlern, die alle auf ihre Art zum Gelingen beitragen. Kann der eine super mit Excel umgehen, hat der andere vielleicht viel Erfahrung im Marketing und kann bei der Vermarktung eines Produkts helfen. An Abenden wie heute informieren wir dann einander, wie der aktuelle Stand ist. So behalten wir immer den Überblick. Johanna etwa berichtet, dass der sogenannte Regional Table für die National Competition, den Landeswettbewerb, soweit fertig geplant ist.
Einmal im Jahr präsentieren wir nämlich das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit vor einer Jury aus Unternehmensvertretern bei der National Competition, die unsere Arbeit bewertet. Der nationale Sieger darf dann Deutschland auf dem World Cup, der dieses Jahr in Kuala Lumpur stattfindet, vertreten. Und was genau ein Regional Table ist, erklären wir euch in einem anderen Beitrag.
Denn in den nächsten drei Wochen halten wir euch an dieser Stelle auf dem Laufenden und erzählen euch genauer, wer hinter dem SIFE-Team aus Köln steckt, was genau unsere Projekte sind, wie wir mit Nervosität umgehen, warum Schlaf völlig überbewertet ist und natürlich wer denn jetzt mit zur National Competition fährt.
Euer SIFE-Team
Autoren: Mike Bohland, Johanna Förster, Elena Hansch





















