
„Ein richtiger Programmier-freak werde ich nie.“ zuhause in moskau habe ich schon mal studiert: Geschichte. Das hat Spaß gemacht, aber die Jobchancen sind nicht besonders gut. Als ich nach Deutschland kam, war klar: Ein zweites Studium muss her. Ich wollte auf keinen fall noch mal ein fünfjähriges Uni-Stu- dium, bei dem ich am Ende ohne Perspektive dastehe. Ein Duales Studium war perfekt für mich. Drei Jahre Theorie und Praxis, dazu die Möglichkeit, bei einem riesenunternehmen interessante Kontakte zu knüpfen. Ich habe mich für Wirtschaftsinformatik entschieden. Eigentlich bin ich eher ein Wirtschaftsmensch als eine Informatikerin. Ein richtiger Programmier-freak werde ich sicherlich nie. Aber das Schöne an dem fach ist ja, dass man beide Seiten kennen lernt und zwischen ihnen vermitteln kann. Das Duale Studium ist für diese fachrich- tung ideal: Man kann alles, was man in der Theorie lernt, sofort umsetzen. Natürlich ist es anstrengender, alle drei Monate zwischen Hochschule und Betrieb zu wechseln, als ein reines Uni-Studium zu absolvieren. Ich habe oft Elf-Stunden-Tage – und statt langer Semesterferien ganz normalen Arbeitnehmer- Urlaub. Aber es lohnt sich. Wir Studenten können uns hier selbst aussuchen, in welchem Bereich wir praktisch arbeiten wollen. Im Moment bin ich in der Marketingabteilung. In meinem aktuellen Projekt geht es darum, diverse Vorgänge und Prozesse innerhalb des Unternehmens schneller, unkomplizierter und wirtschaft- licher zu gestalten. In meiner ersten Praxisphase habe ich dabei geholfen, ein kleines Video-Tool mitzuentwi- ckeln, das jetzt in unserem Intranet täglich benutzt wird. Es macht richtig Spaß, wenn man sieht, wie die Arbeit, die man gemacht hat, auch tatsächlich angewandt wird. Wir werden im Betrieb von Anfang an in alle Projekte involviert. Ich spreche mit Kunden, führe Telefon- und Videokonferenzen, bereite Präsentationen vor. Es ist ein gutes Gefühl, Verantwortung zu tragen. fürs Unternehmen lohnt sich das auch. Denn die Telekom weiß, dass die Studenten, die sie ausgebildet hat, gut sind. Deshalb bekommt man auch regelmäßig die Chance, sich auf interne Positionen zu bewerben. In unserem Intranet gibt es das „Studyweb“. Dort können wir uns über Studenten-Veranstaltungen und einzelne Abteilungen informieren – und netzwerken. Bei mir hat es schon geklappt: Ich werde ab oktober übernommen. Maria studiert als Duale Studentin Wirtschafts- informatik. Dass sie vorher Historikerin war, hat die Telekom nicht gestört. Einen Tag nach dem Bewerbungsgespräch kam schon die Zusage. VoN ANNEGrET MÜLLEr foToS: frANK GrÄTZ Laptop gewinnen Welche rolle spielt die Technik in deinem Leben? Verrate es uns auf reif-magazin.de/gewinnen und gewinne ein Sony Vaio der E Serie. maria, 33, bei ihrem Praxiseinsatz in der marketingabteilung.