„Du wirst dafür bezahlt, dass du dir Wissen aneignest!“

Johannes studiert Wirtschaftsinformatik. Er arbeitet bei den Multimedia Solutions in Dresden – dem größten T-Systems-Standort in Deutschland.  

Warum Wirtschaftsinformatik? 

„Der wirtschaftliche Aspekt ist ja immer wichtig, bei jeder Arbeit, in jedem Unternehmen. Ich glaube, wenn du keine Ahnung hast, wie so ein Unternehmen funktioniert, dann bist du auch schneller unzufrieden. Da fehlt der Blick fürs Ganze. Abläufe, Prozesse im Betrieb – das sind Dinge, die man als reiner Informatik-Student nicht so lernt. Oft ist es dann so, dass das, was der Kunde will, und das, was die Informatiker an Software-Lösungen programmieren, gar nicht zusammenpassen. Deshalb braucht es Leute, die als Projektleiter arbeiten und beide Seiten kennen und verstehen. Das finde ich spannend.“ 

Wie läuft das duale Studium ab? 

„Ich bin zwölf Wochen im Jahr in Leipzig. Neun Wochen an der Hochschule und drei im Ausbildungszentrum. Das restliche Jahr arbeite ich bei der T-Systems Multimedia Solutions. Da kann ich mein Hochschulwissen direkt anwenden. Die meisten anderen Studenten sehe ich nur, wenn ich in Leipzig bin – dann aber sehr intensiv, das ist wie eine Klassengemeinschaft. Das restliche Jahr treffen wir uns digital im eClassroom. Und es gibt natürlich einen regen Austausch, was Prüfungsthemen angeht. Wenn ich im Betrieb mal sage: Ich muss was für die Hochschule machen, deshalb setze ich bei der Arbeit einen Tag aus – das ist kein Problem, da haben die Kollegen Verständnis.“  

Was passiert im Ausbildungszentrum? 

„Dort werden zum Beispiel Gruppenaufgaben umgesetzt, für die in den Hochschulphasen die Zeit fehlt. Zuletzt haben wir eine App entwickelt. Meine Gruppe hat eine Kühlschrank-App entwickelt. Damit kann ich die Barcodes der Produkte im meinem Kühlschrank einscannen. Sie sucht dann die Produktbeschreibung in einer Datenbank. Und wenn ich abends im Supermarkt stehe, kann ich im Handy nachschauen, was ich noch zuhause habe, was weg muss, was ich noch brauche. Das ist für jeden praktisch, potenziell natürlich auch für die Gastronomie. Ich denke, wenn wir noch ein paar Stunden Arbeit ansetzen, könnten wir die App auch richtig vermarkten.“  

Wie sieht der Praxiseinsatz aus? 

„Ich bin in der Abteilung Collaboration Solutions. Unser Thema ist Sharepoint. Das ist das große Microsoft-Produkt für Unternehmen, wo man Dokumente hochlädt, an denen dann verschiedene Leute gleichzeitig arbeiten können. Wir passen den Standard-Sharepoint entsprechend der speziellen Bedürfnisse an: wie das Benutzer-Interface aussieht und welche Funktionalitäten es gibt. Für interne als auch für externe Kunden. In meinem Team konnte ich mich sofort auch in Kunden-Projekte einbringen. Es war nie so, dass mich jemand zum Drucken geschickt hätte oder so. Die anderen haben mich immer so an die Projekte herangeführt, dass ich sinnvoll mitarbeiten konnte. Der Sharepoint bietet eigentlich alles: Frontend genauso wie Backend. Da ist man schön breit aufgestellt. Eigentlich wird uns empfohlen, mindestens einmal den Bereich zu wechseln. Was prinzipiell ja auch sinnvoll ist. Und bei uns Haus gibt es viele spannende Themen: 3D-Projekte, Virtual Reality, ... Aber ich fühle mich hier so wohl in meinem Team und lerne so viel, dass ich mich entschieden habe, über die gesamte Studienzeit hier zu bleiben.“ 

Was schätzt du besonders?

„An meinem Betriebseinsatzort gibt es ein Kinderzimmer mit Malsachen, Spielzeug und Schaukel. Ich bringe manchmal meine dreijährige Tochter mit: Sie spielt hier, ich arbeite daneben am Laptop. Super für die Familie ist auch die Gleitzeit. Wie wir unsere 38-Stunden-Woche einteilen, ist uns überlassen. Ich nutze das intensiv. Entweder ich bringe meine Tochter in den Kindergarten und bin dann um 9 oder 10 Uhr auf Arbeit. Oder ich stehe hier früh um 7 Uhr auf der Matte und kann dafür um 16 Uhr nach hause zum Kind. In unserer Semestergemeinschaft gibt es noch ein paar andere Eltern. Dass sich Familie und Studium so gut vereinen lassen, das findet man nicht überall.“ 

Wie geht’s nach dem Studium weiter?

„Ich will hier bleiben, in meiner Abteilung. Ich komme gut mit den Leuten klar, die können gut mit mir arbeiten, ich finde das Thema spannend. Darüber habe ich schon frühzeitig mit meinem Projektfeld-Manager gesprochen und es sieht gut aus...“ 

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Das ist auch noch spannend...