Mit Trainwear in die Zukunft

Digitale Kleidung = fitter Mensch?

Den Personal Coach direkt in deinem Sportshirt! Die Idee stammt von Gernot Bahle, Bo Zhou und Lorenzo Fürg und wurde bereits mit dem Fashion Fusion Award der deutschen Telekom ausgezeichnet. Wir haben uns mit  Lorenzo getroffen und mal ganz genau nachgefragt, wie das funktioniert. 

Mode-Design und Technologie - wie passt das zusammen?

Mode war schon immer ein Thema für uns, genauso wie Technologie. Vor wenigen Jahren wäre die Idee undenkbar gewesen. Die Technik stand noch am Anfang. Mittlerweile ist ein Leben ohne Laptop, Smartphone und Co. fast nicht mehr denkbar. Digitalisierung - wo man auch hinsieht. Wieso also Mode und Technik nicht mal zusammenbringen?

Meiner Meinung nach gehören den sogenannten Wearables die Zukunft! Das sind kleine handliche Computer, die weder viel Platz noch einen Schreibtisch benötigen. Man kennt sie zum Beispiel aus dem Bereich der Gesundheit (Überwachung der Gesundheit, Herzfrequenzmessung), des Lifestyle (Smartphone, Smartwatch, Empfang von WhatsApp Nachrichten) und der Fitness (Fitness-Armbänder, Fitnessapps). Wir denken das jetzt noch weiter und haben sie direkt in die Sportkleidung eingebaut.

Ihr habt einen Trainingsanzug entwickelt, der als virtueller Personal Trainer fungiert. Woher weiß der Anzug, was ich beim Training falsch mache? Und wie sagt er mir das?

Unser System Trainwear setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Zum einen vernetzte Wearables, die z.B. in T-Shirt oder einer Sportmatte als Sensoren fungieren. Diese Sensoren zeichnen die Bewegungen und Übungen des Nutzers auf. Die ermittelten Daten werden anschließend von der zweiten Systemschicht mit Hilfe einer Datenbank (in dieser sind die Übungen mit korrekter Ausführung) ausgewertet und auf Korrektheit und Fehler untersucht. Die Dritte Komponente bereitet die Daten anwenderfreundlich auf und sendet es als Feedback zurück an den Nutzer. Kopfhörer oder Smartglasses können dabei beispielsweise als Feedbackmedium eingesetzt werden. 

Wie ist die Idee zu Trainwear entstanden?

Ich bin seit über 10 Jahren Personal bzw. Fitness Trainer und mit der Zeit sind mir zwei Dinge aufgefallen:

Oft sehe ich eine fehlerhafte Ausführung der Übungen. Entweder wählt der Trainierende zu hohe Gewichte oder es fehlt schlichtweg das benötigte Wissen, um eine Übung korrekt auszuführen. Dies kann zu schwerwiegenderen Fehlern führen, die auf Dauer gesundheitsschädigend sind.

Zum anderen gibt es zu wenig qualifiziertes Personal für die stetig wachsende Anzahl von Trainierenden. Das bedeutet, dass der Trainierende nicht ausreichend aufgeklärt und eingewiesen wird.

Aufgrund dieser Um- bzw. Missstände entstand die Idee und Vision von Trainwear - die Entwicklung eines interaktiven Trainers für Sport und Fitness. Also ein System, welches mittels Live-Feedback als virtueller Trainer jederzeit bereitsteht, um beim Sport zu helfen und Tipps zu geben. 

Was meinst du: Wie sieht die Zukunft von smart (sports) wear aus?

Gesundheit ist für den Menschen ein sehr wichtiger Aspekt. Die Lebenserwartung steigt mit dem technischen und medizinischem Fortschritt immer weiter an. Gerade Sport ist da wichtig - damit man auch noch im Alter fit ist! Smart wear unterstützt dabei. Daher muss sich auch in Zukunft noch viel mehr in diesem Bereich tun. Wir stehen jetzt erst am Anfang dieser entdeckten „Technologie“. 

Was könnte man mit smarter Kleidung noch machen?

Schreibe uns bei Whats App!