Was wollt ihr essen - in 20 Jahren?

In der Zukunft wird sich auf jeden Fall vieles ändern: Wie wir wohnen, wo wir wohnen, wie wir arbeiten - was sich nicht ändern wird, ist, dass wir essen müssen. Aber auch hier stellt sich die Frage: Wie? Was werden wir in Zukunft essen? wie wird unser Essen produziert? Gerade, was den Fleischkonsum oder den Getreidebedarf angeht werden auch zukünftige Technonologien uns dabei helfen, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu produzieren und zu konsumieren. Schließlich werden in den nächsten Jahrzehnten so viele smarte Technologien unser Leben bereichern - warum dann nicht auch dafür sorgen, dass es nicht mehr nötig sein wird, Massentierhaltung für unsere Nahrung zu praktizieren? reif hofft zumindest, dass sich die Art, wie Nahrungsmittel produziert werden, grundlegend wandeln könnte. Und wir sind nicht die einzigen, die sich mit diesem Gedanken beschäftigen! Seit einigen Jahren schon, gibt es mehrere junge Unternehmen, die daran forschen, wie unser Essen in der Zukunft auf den Tisch kommt. reif stellt hier mal ein paar neue Startups vor, die daran forschen unser Essen zu revolutionieren: Fleisch oder Gemüse und Salat auch in den zukünftigen Großstädten schnell und lokal herzustellen. In unseren Wohnungen! Ohne, dass es dafür riesige Felder gibt, die bewirtschaftet werden müssen. Diese Food-Startups setzen auf smarte Technologien und neueste Forschung. Sie könnten eine Zukunft begründen, die uns ethischer, gesünder und vielleicht auch einfach besser essen lässt.

#1 Memphis Meats

Dieses Start up ist vor zwei Jahren von einem Arzt und einem Stammzellforscher gegründet worden. Sie haben sich dem Problem der Massentierhaltung und Schlachtung von Tieren gewidmet und wollen erreichen, dass der Mensch nicht mehr darauf angewiesen ist, wenn er Fleisch essen möchte. Wie sie das erreichen wollen? Die beiden möchten mit ihren Firma echtes Fleisch aus Stammzellen künstlich wachsen lassen! Dass das möglich ist, haben die Forscher in den letzten zwei Jahren schon bewiesen! Ihnen ist es gelungen, ein Fleischbällchen aus Rindfleisch und eine Hühnerbrust wachsen zu lassen. Der nächste Schritt des Unternehmens: ein ganzes Steak innerhalb von drei Wochen züchten. Geschmack und Form können je nach Wunsch angepasst werden. Von Rinder- über Straußen oder Hirschsteak ist also alles möglich - ohne ein einziges Tier dabei zu schlachten.  Im Jahr 2021 möchten die amerikanischen Unternehmer die ersten Produkte in die Läden bringen. In den darauffolgenden Jahren könne das Kunstfleisch bereits günstiger werden als das von Schlachttieren, da beim In-Vitro-Verfahren sowohl Aufzucht, Transport und viele weitere Kostenpunkte wegfallen. 

#2 Agrilution

Agrilution ist ein deutsches Unternehmen, was es möglich machen will, in Zukunft Nahrung auch in Großstädten und kleinen Wohnungen selbst anzubauen und für den Eigenbedarf zu ernten. Die Münchner haben ein smartes System entwickelt, was kleine Gewächshäuser in Schränken unterbringen kann - in so einem kleinen Gewächsschrank können in mehreren Etagen, Spinat, Rukola, Feldsalat, Dill aber auch Babykarotten angebaut werden.

Für diese Schränke gibt es Matten, die man hereinlegen kann. Sie bestehen aus Erden und den Samen von dem Gemüse oder Kräutern, die man anpflanzen möchte. Basierend auf den Informationen, wo was wachsen soll, kümmert sich der plantCube selbstständig um die ideale Temperatur, Bewässerung und das Licht für jedes einzelne Pflänzchen. Über eine App kann der Nutzer stetig verfolgen, in welchem Wachstumsstadium der eigene Anbau sich befindet. Sie Agrilution-Schränke können so überall eingebaut werden. Ob im Küchenschrank oder im Keller - durch die smarte Technik sind sie nicht auf Sonnenlicht oder Raumtemperatur angewiesen. Einige dieser plantCubes sind sogar schon in der Testphase und in Betrieb! Wir sind gespannt!

#3 Impossible Foods

Auch in der Zukunft wird es sicher viele Menschen geben, die vegetarisch oder vegan leben wollen. Viele möchten aber trotzdem manchmal nicht auf den Geschmack von Fleisch verzichten. Leider gibt es aber bis heute noch keine wirklich gute Technik, fleischähnliche Produkte herzustellen, die auch wirklich wie echtes Fleisch schmecken. Die Firma Impossible Foods vom Biochemiker Patrick O’Reilly Brown hat es jetzt aber geschafft: Sie haben Burger-Patties aus künstlichen Rindfleisch hergestellt, die genauso schmecken sollen - und sogar bluten soll das Fleisch können. Impossible Foods forscht gerade auch daran Hühner- und Schweinefleisch so geschmacksecht wie möglich herzustellen. Das 'Fleisch' wird aus einer Mischung von Weizen, Kartoffeln, Kokosnussöl, Zucker und Aminosäuren hergestellt. Wirklich fleischig würde es aber durch Leghämoglobin, das aus Soja gewonnen wird. Das ist ein Protein, das Häme – komplexe Verbindungen von Eisenionen – enthält, die dem Muskelfleisch seinen einzigartigen Geschmack verleihen. Burger mit dem Impossible-Fleisch werden in den USA schon seit 2016 in ausgewählten Restaurants angeboten und sollen durchaus überzeugen können. 

...auch spannend!

...seid ihr wirklich reif für die Zukunft?