Über Artikel 13 wird gerade überall gesprochen

Was musst du darüber wissen?

Ihr habt sicherlich schon davon gehört, aber wisst auch nicht so recht, was es mit diesem Artikel 13 genau auf sich hat? Wir versuchen es euch zu erklären!

Datensicherheit

Grundsätzlich geht es darum, dass aufgrund einer Gesetzesänderung die Sorge besteht, dass es YouTube und Co ab diesem Jahr in Europa nicht mehr geben wird -  oder Kanäle auch einfach stillgelegt werden könnten. Kann das wirklich stimmen und was bedeutet dieser Artikel 13 wirklich genau? Fangen wir mal von vorne an...

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Was soll der Artikel 13 überhaupt sein?

Eigentlich ist Artikel 13 nur ein kleiner Part in einem ganzen Gesetzesentwurf. Das ist der „Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt“. Das klingt ziemlich kompliziert. Aber eigentlich geht es um das Urheberrecht.

Auch, ob der Gesetzentwurf in Kraft tritt ist noch nicht klar. Es sind aber Fälle, die eintreten könnten – allerdings auch nur, wenn man den Gesetzesentwurf seeeeeeehr negativ interpretiert und umsetzt. 

Warum eigentlich die Panik?

Die Panik beruht eigentlich auf der Angst, dass sich YouTube komplett ändern wird, denn einige YouTuber haben darüber berichtet, dass Artikel 13 Kanäle oder gar ganz YouTube einschränkt. Die YouTuber berichteten von einen Brief der YouTube-Chefin Susan Woijcicki. Darin erklärt sie, dass die Plattform durch Artikel 13 kleine Kanäle vielleicht nicht mehr zulassen könne.

Was würde sich denn durch Artikel 13 überhaupt ändern?

Denn: Der Artikel 13 bedeutet, dass nicht mehr die Nutzer für Urheberrechtsverstöße haften, sondern die Plattformen, die das zulassen. Das bedeutet, YouTube müsste nämlich ab jetzt für jeden Verstoß eines Kanals bezahlen. Das wird unglaublich teuer für die Plattform. Das gleiche gilt dann übrigens für Insta, Snapchat, Facebook und Co. damit YouTube nicht dafür haften muss, kann es passieren, dass die Plattform alle kleinen Kanäle schließen muss, damit sie sich nicht die Mühe machen muss, alle nach Verstößen zu scannen. 

Werden sich YouTube, Instagram und Co. dieses Jahr also wirklich so krass verändern?

Nein, sicher nicht. Das alle kleinen YouTube-Kanäle geschlossen werden sollen, nur, weil es eine neue Urheberrechtsbestimmung gibt, ist Übertreibung und wird so auch nicht eintreten. Denn damit verlieren alle: YouTube verliert dadurch Geld und User. Was allerdings passieren kann, ist, dass YouTube die Urheberrechts- Kontrollen intensiviert: durch stärkere Filter.

Und nun?

Jetzt im Februar wurde im EU-Parlament eine Lösung erarbeitet: YouTube soll verpflichtet werden, Uploadfilter zu nutzen. Die finale Abstimmung dazu findet im April statt. Einige sind damit nicht zufrieden und planen weitere Demos und Aktionen gegen den kompletten Artikel 13. Dass viele YouTuber und User den Vorschlag von Artikel 13 nicht gut finden, ist aber mittlerweile jedem klar.

Was haltet ihr von Artikel 13 und seiner Umsetzung?