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Ice Cream and Big Data

Vom Eisverkäufer zum Datenspezialisten

Im Zusammenhang mit der Digitalisierung hört man auch immer öfter den Begriff   "Big Data", der aber verschieden genutzt wird. Was genau das ist, wollen wir euch hier anhand eines Beispiels mal erklären - und was passt besser zu den heißen Sommertagen, als eine ordentliche Portion Eis?

Also hol dir ein Eis, fang an zu lesen und genieße den Geschmack von Big Data!

Big Data - Einfach nur große Datensätze? 

Ja, es sind große Datensätze - wobei groß aber immer abhängig ist vom Thema und der Dimension des nutzenden Unternehmen. Nein, sie sind nicht nur groß. Genauer spezialisieren lässt sich der Begriff mit den sogenannten 3 (bzw. 5) V's:

Annähernd vorstellbar wird das Ganze erst, wenn man sich überlegt, dass weltweit jeder, der das Internet nutzt, eine Datenquelle ist. Stell dir z.B. vor, jeder von denen postet mindestens einmal in der Woche ein Selfie mit einem Eis und du würdest jedes davon ausdrucken wollen. Krass viel! 

Ähnlich dem Angebot eines Eisverkäufers, der Vanilleeis, Erdbeereis, Pistazie oder noch mehr im Angebot hat, produzierst auch du als Nutzer oder Unternehmen verschiedene Inhalte, die für verschiedene Menschen unterschiedlich wichtig sind.

Anders ausgedrückt bezeichnet Velocity also die "Flüssigkeit" der Daten, wie schnell und auch stetig diese ausgewertet werden. Hier heißt die Devise "better be fast" oder man verpasst den neuesten Trend und findet keinen Anschluss mehr.

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Zwei entscheidende zusätzliche V's 

Zu den drei grundlegenden Merkmalen werden seit einigen Jahren noch zwei weitere Eigenschaften dazugezählt, die sich im besonderen auf wirtschaftliche und für Unternehmen relevante Sachen beziehen.

Besonders für Unternehmen, deren Erfolg mit von Big Data abhängig ist, ist deren Qualität wichtig. Schleichen sich Ungenauigkeiten in die Daten ein, kann das zu Verlusten führen, die sich negativ auf die Produktion oder die Effizienz des Unternehmens auswirken. 

Große Unternehmen, wie beispielsweise Mövenpick investieren teilweise eine menge Geld für den Aufbau verschiedener Daten-Pools und - Plattformen, um eben diese Mengen an Daten zu koordinieren. Kleinen Händlern, wie dem Eisverkäufer am Straßenrand nützen Big Data aber nichts.

Und wo werden Big Data nun eingesetzt?

Big Data erleichtert es Marketing- und Serviceabteilungen zunehmend auf Kunden und deren Bedürfnisse personalisiert einzugehen. Ein Beispiel sind Social Media Analysen, die Unternehmen dabei helfen ihre Angebote und Kampagnen auf ihre Abonnenten abzustimmen. 

Ein zweites Einsatzgebiet sind Produktionsketten vom Werk über den Lieferanten bis hin zum Vertrieb im Markt zum Kunden. Werden in Zukunft diese Phasen mit Chips, sogenannten RFID Chips besetzt, können über den gesamten Prozess Daten erhoben und im Anschluss ausgewertet werden zur Effizienzsteigerung. 

Aber auch in den Städten der Zukunft werden Big Data eine wesentliche Rolle spielen. Selbstfahrende Autos, smart gesteuerte Verkehrsfunktionen und weitere digital vernetzte Angebote werden überwacht, gesteuert und programmiert mittels dieser Datensätze. 

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Herausforderungen bei Big Data

Alles was mit der Verwertung und Nutzung von Daten zu tun hat, hat natürlich auch einen großen Nachteil: den Datenschutz. Wie genau damit bei Big Data umgegangen wird und wem welche Daten nun eigentlich gehören, das steht immer wieder in der Diskussion. 

Die angesprochene Echtzeit Auswertung kann ebenfalls negative Auswirkungen mit sich bringen, denn die Methoden und die Technik muss stets auf dem neusten Stand sein, was kostet. Ist sie das nicht, hängt man hinterher und das macht ebenfalls Miese.

Aber die wichtigste Sache, die bei Big Data zu erwähnen ist: sie sind kein Ersatz für persönlichen Kontakt. Kein Datenpool, kein Rechner oder Algorithmus ersetzt den Kontakt zum Kunden und dieser ist für ein Unternehmen nun mal der wichtigste Erfolgsfaktor. 

Momentan ganz groß im Gespräch ist auch die neue Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (DSGVO), die ebenfalls einen großen Einfluss auf den Umgang mit Big Data nehmen wird. Die Telekom hat hierzu auch eine Seite erstellt, die du dir HIER ansehen kannst.

Und? Neugierig darauf geworden, welche Daten du so produzierst und was mit denen gemacht wird? Dann schau dir unsere anderen Themen an...