Ist die Kritik an der Corona-Warn-App berechtigt?

Die Corona-App im reif-Check

Mithilfe der Corona-Warn-App soll das Corona-Virus eingedämmt werden. Mittlerweile gibt es schon 10 Millionen Downloads. Doch von Anfang an wurde auch Kritik an der Corona-App geäußert.
Was ist dran und wie soll diese Corona-App überhaupt funktionieren?! Wir haben die Fakten zur für euch!

Infektionsketten unterbrechen

50 Tage haben die Deutsche Telekom und der Softwarekonzern SAP gebraucht, um die Corona-Warn-App zu programmieren. Sie erkennt andere Nutzer der App, die in unserer Nähe sind.

Die Idee ist recht simpel: Wer einer infizierten Person begegnet ist, bekommt eine Warnung direkt aufs Smartphone.

Dafür müssen die Betroffenen natürlich in die Corona-App eintragen, dass sie positiv getestet wurden. Nur dann geht eine Warnung raus an alle, die länger als 15 Minuten näher als zwei Meter bei einer infizierten Person aufgehalten haben. Wer eine Warnung bekommt, sollte sich am besten auch testen lassen. So können Infektionsketten besser nachverfolgt und gestoppt werden.

Wie steht´s um die Sicherheit?

Viele persönliche Daten speichern, kann die Corona-App gar nicht, weil ihr keine Angaben machen müsst. Eure ID, die von anderen Smartphones erkannt werden kann, wird konsequent verschlüsselt.
Erst, wenn ihr infiziert seid, könnt ihr eure Daten auf einen Server hochladen, damit die betreffenden Personen via Corona-Warn-App benachrichtigt werden können.

Das Programm hinter der App ist übrigens Open Source, also für jeden einsehbar. Wer Lust auf Programmieren hat, kann sich hier die Codes anschauen und sogar direkt mitmachen!

Grundsätzlich ist die Corona-App also sicher, das sagen auch Datenschützer. Dennoch ist kein System komplett sicher und die App verfolgt, wo ihr seid. Auch aufgrund der schnellen Entwicklung kann es an der ein oder anderen Stellen zu Fehlern kommen, aber alle bekannten Mängel wurden bereits behoben.

Für wen gibt´s die Corona-App?

Für jeden Smartphone-Besitzer, der in Deutschland wohnt - eigentlich. Die Corona-App funktioniert leider nicht auf älteren Geräten. Bei iPhones ist das Betriebssystem iOS 13.5 vorausgesetzt, bei Android ist es Android 6.0 oder neuer.

Dafür können aber weder die Deutsche Telekom noch SAP etwas. Es liegt daran, dass Google und Apple die Corona-App nicht auf älteren Geräten unterstützen.
Die App im Appstore zu finden, ist übrigens auch einfacher geworden. Anfangs war es etwas tricky, da bei dem Stichwort "Corona" alles angezeigt wurde, außer die App. Da musstet ihr konkret "Corona-Warn-App" ins Suchfeld eingeben. Mittlerweile reicht ein Stichwort oder ein Klick!

Hier gibt´s die Corona-App für iOS
Hier gibt´s die Corona-App für Android

Was ist mit Falschmeldungen?

Das geht zum Glück nicht. Wenn ihr positiv auf das Corona-Virus getestet wurdet, bekommt ihr vom Labor einen QR-Code oder eine TAN, mit der das Ergebnis in der App bestätigt wird.
Es gibt aber durchaus die Möglichkeit, einer indirekten Falschmeldung. Die Corona-App erkennt nämlich nicht, ob eine infizierte Person zum Beispiel hinter eine Glasscheibe steht, wie an der Kasse eines Supermarktes. Das heißt, dass eine Warnung der App nicht automatisch bedeutet, dass ihr euch infiziert habt. Die Corona-Warn-App kann lediglich auf ein erhöhtes Risiko hinweisen und euch bitten, mit einem Arzt zu sprechen.

Sicherheit geht vor!

Infos zur Corona-Warn-App und vielen anderen coolen Themen findet ihr übrigens auf hier, auf dem TikTok-Kanal der Deutschen Telekom!