Wie kostenlose Apps mit euren Daten Geld verdienen!

Apps wie Duolingo kosten mehr, als ihr denkt!

Wir lieben kostenlose Apps! Doch Vorsicht, viele der vermeintlichen Gratis-Apps haben ihren Preis. Sie locken euch in die Kostenfalle oder verkaufen eure Daten! Wir zeigen euch, dass auch hinter scheinbar kostenfreien Apps wie Duolingo Kosten stecken können und welche Apps sich trotzdem lohnen.

Kostenfalle In-App-Käufe und Voll-Versionen

Es ist wirklich gemein! Ihr denkt, dass ihr euch eine coole App zugelegt habt und dann das: Die besten Funktionen stehen euch nicht zur Verfügung. So machen es viele Apps, von Fotobearbeitung (z. B. Photoshop) über Musik Streaming (z. B. Spotify) bis hin zu Sprachen Lernen (z. B. Duolingo). Die Apps sind in diesem Falle tatsächlich zunächst kostenlos, aber nur in der Basis-Version. Wer mehr will, z. B. alle Bearbeitungsfunktionen, die Songs in der richtigen Reihenfolge oder anspruchsvollere Aufgaben, muss entweder für die volle Version zahlen oder einzelne Funktionen per In-App-Kauf bezahlen.

Aber fair enough: Im Grunde sind diese Apps kostenfrei, denn bei vielen reicht die Basis-Version vollkommen aus. Sie ist nur weit weniger komfortabel und umfangreich. Wer mehr will, muss mehr zahlen. Klingt ja eigentlich auch ganz fair, oder?

Frech sind aber In-App-Käufe bei Games. Gerade wenn ihr im Spiel gut vorankommen wollt, werdet ihr ausgebremst, indem ihr z. B. eine bestimmte Zeit warten müsst, um ein Ziel zu erreichen. Als Lösung wird dann eine Zahlung angeboten, mit der alles schneller gehen soll. Ja, es kann reizvoll sein, ein paar Euro in den Gaming-Erfolg zu stecken, aber lasst euch besser nicht darauf ein! Bei Games lohnt es sich eher, direkt zu Anfang Geld für das Spiel auszugeben.

Einnahmen durch Werbung

Noch nerviger ist die Finanzierung durch Werbung. Hier zahlt ihr quasi mit Lebenszeit. Die Idee dahinter ist einfach: Anbieter stellen ihre Inhalte für die Nutzer:innen kostenlos zur Verfügung, erhalten aber Geld von Werbekund:innen, die ihre Produkte in den Apps bewerben. Das kennt ihr auch von Social Media oder YouTube und natürlich der Klassiker: Fernsehen!

Auch Netflix plant ein kostengünstiges Abo mit Werbung. Mehr dazu lest ihr in unseren Streaming-Spartipps.

Schlecht ist die Idee eigentlich nicht, denn ihr werdet zwar mit Werbung genervt, dafür müsst ihr aber tatsächlich kein weiteres Geld ausgeben. Aber Vorsicht, manchmal wird die Werbung selbst zur Kostenfalle. Häufig sind Werbebanner ganz subtil auf dem Bildschirm platziert und führen euch bei einem unabsichtlichen Klick direkt auf eine neue, kostenpflichtige Website. Auch werden oft Handy-Spiele beworben, diese sind jedoch fast immer kostenpflichtig oder drängen euch zu In-App-Käufen.

Eure Daten werden verkauft

Die fieseste Masche des Geldverdienes ist das Sammeln von Daten. Im Gegensatz zu den anderen vorgestellten Methoden sind die Anbieter hier selten ehrlich und transparent. Viele Apps standen bereits in der Kritik, Daten zu sammeln. Ganz vorne mit dabei Social Media Apps wie Facebook, Instagram und TikTok. Mit Cookies sammeln sie auch dann Daten von euch, wenn ihr die Apps gar nicht nutzt.

Wie das funktioniert, lest ihr hier.

Einige der Daten dienen dazu, die Nutzung der App auszuwerten, andere können aber weiterverkauft und zu Werbezwecken genutzt werden. Besonders unheimlich: Laut einer Untersuchung von mobilsicher.de sammeln viele Bildbearbeitungsapps Daten eures Gesichts!  

Das könnt ihr tun, um die Fake-Gratis-Apps zu entlarven

1.     Kommentare lesen: Wenn Werbung wirklich nervt oder viele Funktionen ohne Ausgaben nicht vorhanden sind, wird sich gern darüber beschwert. Schaut euch also zuerst die Rezensionen und Kommentare in den Appstores an.

2.     Berechtigungen kontrollieren: Viele Apps benötigen Zugriffe wie den Standort oder euer Mikrofon. Prüft aber vor der Installation, ob wirklich alle angefragten Zugriffe notwendig sind und ob sie auch abgelehnt werden können. Falls nicht, solltet ihr euch die App besser nicht installieren.

3.     Regelmäßig aussortieren: Nervige Werbebanner oder stressige Zahlungsaufforderungen? Weg damit! Wenn eine App euch ständig unterbricht, solltet ihr vielleicht auf sie verzichten, denn das kann ganz schön schlechte Laune machen.

Gibt es gute kostenlosen Apps? Duolingo Kosten sind doch gering!

Wir könnten euch unzählige Beispiele von pseudo-kostenlosen Apps geben, die ihr Geld durch In-App-Käufe, Vollversionen, Werbung oder eure Daten verdienen. Aber gibt es nicht doch gute, kostenlose Apps? Ja, es gibt sie!

Das Free-to-play-Game Genship Impact ist ein Videospiel, das ihr komplett kostenlos spielen könnt. Einschränkungen gibt es kaum. Trotzdem ist Vorsicht geboten, da Spieler:innen Geld einsetzen können, um im Spiel schneller voranzukommen. Diese Gefahr gibt es bei werbefinanzierten Anwendungen nicht. Gut funktioniert das zum Beispiel beim Streamingdienst Freevee. Dort bietet Amazon viele Serien und Filme gratis an, wenn ihr dafür Werbeblocks in Kauf nehmt.

Auch könnt ihr bei der Sprachlern-App Duolingo Kosten sparen, indem ihr euch Werbeclips anschaut, anstatt In-App-Käufe zu tätigen. Komplett ohne Werbung, Datenverkauf und In-App Käufe kommen einige Open Source Apps aus. Das sind offene Programme wie Open Street Maps – eine Alternative zu Google Maps – , an denen jede:r mitarbeiten kann. Der Grundgedanke ist dabei, dass Informationen allen kostenlos zur Verfügung stehen sollten, ganz ohne Werbung oder Datenverkauf, sondern häufig durch Spenden und Ehrenamt.

Was Open Source genau ist, könnt ihr hier nachlesen.

Es gibt sie also, die guten, kostenlosen Apps.
Aber längst nicht alles, was kostenlos scheint, ist auch kostenlos!

Wusstet ihr, wie Apps Geld verdienen?
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