Azubi Robin erzählt...

Wieso entscheiden, wenn du alles haben kannst?

Studien zeigen, dass es jungen Erwachsenen immer schwerer fällt, eine Entscheidung zu treffen. Insbesondere wenn es darum geht, wie es nach der Schule weitergehen soll. Die Möglichkeiten sind zahllos. Aber eine Entscheidung heißt nicht immer, dass andere Optionen wegfallen oder man keine Zeit mehr hat, seinen Hobbys nachzugehen.

Robin zum Beispiel, selbst Auszubildender bei der Deutschen Telekom, fand eigentlich einen Beruf in der Landwirtschaft ganz spannend. Auch Gaming und Fotografie sind sein Ding. Außerdem wollte er weiterhin in seiner Gemeinde aktiv sein – achja, und Leben wollte er auch noch retten! Heute macht er einfach alles!

Hi Robin! Erzähl uns doch erst mal, wie du so drauf bist. Beschreib dich kurz und knackig in drei Worten!

Als Erstes würde ich sagen: durchgeknallt. Wenn ich nur noch zwei weitere Begriffe wählen darf, dann: aktiv und hoch motiviert.

Durchgeknallt?:D Hättest du das auch in deinem Bewerbungsgespräch gesagt?

Ne, da hätte ich gesagt, dass ich zwar meinen eigenen Kopf habe, dass der aber bei der Arbeit natürlich wegbleibt. Aber mein Bewerbungsgespräch bei der Telekom ist auch schon eine ganze Weile her. Ich bin schon fast mit meiner Ausbildung zum IT-System-Elektroniker fertig.

 

IT-System-Elektroniker (m/w/d) sind immer dann zur Stelle, wenn es Probleme mit der Hard- oder Software gibt. Sie bieten technischen Service, wenn zum Beispiel der Drucker streikt oder das WLAN nicht funktioniert. Sie arbeiten häufig im Außendienst an wechselnden Arbeitsplätzen direkt beim Kunden.

Warum fiel deine berufliche Entscheidung auf die Telekom?

Ich sag mal so: Die Telekom liegt mir im Blut. Ich bin durch meinen Vater bereits in der zweiten Generation in der Firma. Er hat schon damals handwerklich genau das gemacht, was ich heute mache.

Als ich klein war, durfte ich meinen Vater oft auf Arbeit begleiten. So konnte ich Zeit mit ihm verbringen und hatte nebenher viele Einblicke in seinen Beruf. Irgendwann wurden allerdings die Gesetze geändert, dann ging das nicht mehr. Aber nach der zehnten Klasse durfte ich als Praktikant wieder mit.

Also stand für dich schon früh fest: Du machst mal das, was der Papa macht?

Ja, genau. Die Entscheidung hatte ich getroffen, als ich noch recht klein war. Ich habe am Tisch gesessen und hab gesagt „Ich trete mal in die Fußstapfen vom Papa!“. Da war ich so circa sieben Jahre alt.

Obwohl ich einen Beruf in der Landwirtschaft auch immer spannend fand. Aber das mach ich jetzt in meiner Freizeit bzw. nebenberuflich.

Mir ist es wichtig, meine Zeit sinnvoll zu verbringen und nicht einfach nur rumzuhängen.

Was machst du denn genau in deiner Freizeit?

Ich mach eine ganze Menge! Denn mir ist es wichtig, meine Zeit sinnvoll zu verbringen und nicht einfach nur rumzuhängen. Oberste Priorität hat aber immer die Ausbildung! Aber ansonsten bin ich auch ehrenamtlich für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in unserem Ort tätig. Explizit für die Wasserrettung. Da mache ich gerade eine Einsatzausbildung.

Außerdem engagiere ich mich in der katholischen jungen Gemeinde. Dort organisiere ich mit anderen Gruppenleitern eine Jugendgruppe für Teilnehmer von 8-14 Jahre.

Zusätzlich bin ich auch nebenberuflich in der Landwirtschaft aktiv. Kühe melken und immer samstags wird der Stall sauber gemacht. Achja, einen Instagram-Account zum Thema Agrarfotografie betreibe ich auch noch.

Wie organisierst du dich, damit du all das und deine Ausbildung unter einen Hut bekommst?

Ganz oben steht für mich die Ausbildung. Erst danach kommt alles andere und da muss man halt priorisieren. Ich priorisiere oft so:

  • Hab ich das schon einmal gemacht oder lerne ich hier etwas Neues?
  • Kann ich dadurch Menschenleben retten?
  • Ist das ein Lehrgang, den ich auch wann anders machen kann oder ist der Pflicht?

Und so weiter. Auch die Zeit mit meinen Freunden plane ich in dieses System ein. Wenn ich jemanden schon lange nicht mehr gesehen habe, dann verabrede ich mich zuerst mit dem.

Gibt es bei dir auch Bereiche, in denen sich dein Beruf mit deinen Hobbys vereinen lässt?

Ich kann sehr viel aus meinem Beruf mit in den Einsatz bei der DLRG nehmen. Man lernt in der Ausbildung viel über IT-Geräte und über Hard- und Software. Insbesondere im Einsatzwagen kann ich das dann gut gebrauchen. Die Geräte, wie zum Beispiel ein Laptop, müssen einfach laufen, weil sehr viel dokumentiert wird. Das kann im Zweifelsfall über Leben und Tod entscheiden. IT-Fachkräfte sind da also sehr gern gesehen.

Im Stall sind natürlich meine handwerklichen Fähigkeiten, die ich auch im Rahmen meiner Ausbildung erlerne, sehr praktisch.

Du bist ja schon fast fertig mit deiner Ausbildung. Wenn du jetzt zu deinem ersten Ausbildungstag zurückreisen könntest, welchen Tipp würdest du deinem jüngeren Ich geben?

Als Erstes würde ich mir raten, in der Berufsschule mehr bei der Sache zu bleiben und wenn ich mal was nicht verstehe, einfach meine Klassenkameraden zu fragen. Vor der letzten Klausur habe ich mich mit einer Klassenkameradin zusammen telefoniert und sie hat mir ein Thema erklärt, welches ich in der Schule nicht kapiert hatte. Innerhalb 1h hatte ich alles drauf. Das hätte ich schon viel früher machen sollen.

Außerdem: keine Monotonie entwickeln. Nutze zum Beispiel das Wochenende für dich und bekomm den Kopf frei. Ich würde immer empfehlen, das Privatleben und die Arbeit zu trennen. Ich versuche auch meine Verrücktheiten zu Hause auszuleben und dann professionell auf Arbeit beim Kunden zu sein.

Es sei denn, ich habe gerade Pause mit meinen Kollegen, da kann ich so sein, wie ich nun mal bin.

Was macht ihr in eurer Freizeit?
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