Wie gefährlich sind Games?

Zocken kann eine Krankheit sein!

Bevor es losgeht, eine kurze Frage...

Okay, weiter im Text!

Ihr zockt auch gerne? Ob Ego-Shooter, Autorennen oder Super Mario: Videospiele machen Spaß und sind manchmal auch gut, etwas zu entspannen und den Kopf auszuschalten! Aber die WHO hat jetzt festgelegt, dass daraus auch eine gefährlich Krankheit werden kann, eine Abhängigkeit.

Diese Krankheit heißt "Gaming Disorder". Damit wird das krasse und langanhaltende Spielen von Computer- und Videospielen offiziell als Krankheit anerkannt.

Das sind Anzeichen für eine Gaming-Sucht!

Aber keine Sorge! Nur weil ihr mal ein Wochenende durchzockt oder Freunde von euch mal nächtelang spielen, heißt das noch lange nicht, dass jemand krank ist. Nur wenn es über eine längere Zeit ständig der Fall ist, sollte man sich Gedanken machen. 

Auch körperliche und psychische Anzeichen können als Symptome der "Gaming Disorder" auftreten. So haben Betroffene zum Beispiel oft Schlafstörungen und eine sehr geringe körperliche Aktivität im Alltag sowie eine unregelmäßige und teils unausgewogene Ernährung. 

Was tun bei Betroffenheit?

Ist ein Freund, oder vielleicht du selbst, davon betroffen, ist der erste Schritt auf dem Weg zur Lösung ein offener Umgang damit. Rede mit deinem Freund oder deiner Familie darüber und tauscht euch offen und ehrlich aus, was ihr denkt oder vermutet. 

Zeigt sich Einsicht, dann sucht einen Arzt auf. Habt keine Angst davor, deswegen zum Arzt zu gehen. Es ist eine Krankheit, die behandelt werden muss, wie jede andere. Wenn nicht, dann macht sie Probleme und verdirbt euch womöglich den Spaß an eurem Leben. Also nur Mut! 

Weitere Hilfeleistungen 

Neben der 2008 gegründeten Ambulanz für Spielsucht in Mainz gibt es auch eine internationale Non-Profit Organisation namens "Online Gamers Anonymus", die Betroffene und deren Angehörige unterstützt. Hier geht es besonders um Selbsthilfe und die Vorbeugung.

Um privat bereits vorzubeugen können in der Familie oder für einen Selbst Spielzeitregeln ausgemacht werden. Dabei darauf achten, nicht radikal von 100 auf 0 zu gehen, sondern in kleinen Schritten. Die erste Woche eine halbe Stunde weniger, die dritte Woche eine Stunde weniger und so weiter. 

Hierbei ist es wichtig, dass sich aber wirklich alle an die Regeln halten, nicht nur der Betroffene. Weitere Tipps für die Selbsthilfe bei "Gaming Disorder" erfährst du hier. Und wie gesagt, nicht jeder, der gern und ausgedehnt zockt, ist automatisch süchtig. Zocken kann schließlich mega Spaß machen!