Schneller und besser googeln

Mit Operatoren und VPN zur perfekten Internetrecherche

Fast jedes Referat oder jede Hausarbeit beginnt mit der Internetrecherche. Easy, wenn man als Digital Native aufgewachsen ist. Aber wusstet ihr, dass ihr mit Google-Operatoren viel genauere Ergebnisse bekommen könnt? Oder dass euch mithilfe von VPN gesperrte Quellen angezeigt werden können? Wir zeigen euch das und mehr, damit ihr zu Recherche-Profis werdet!

Die Google-Operatoren

Schnell und einfach zu besseren Ergebnissen kommt ihr, wenn ihr für eure Internetrecherche die Google-Operatoren nutzt. Diese schränken die Suchergebnisse ein und zeigen euch Inhalte, die wirklich zu eurer Suche passen. Dafür braucht ihr nur zusätzliche Zeichen ins Suchfeld zu tippen!
Wichtig: Die Operatoren müssen ohne Leerzeichen geschrieben werden.

Passende Treffer („“)

Wörter miteinander verbinden könnt ihr, indem ihr sie in Anführungszeichen setzt. Das ist z. B. bei der Namenssuche sinnvoll, weil Google euch dadurch nur Ergebnisse mit dem genauen Namen anzeigt.

Definitionen (define:)

Um euch einen Begriff definieren zu lassen, könnt ihr einfach „define:“ vor den Begriff in das Suchfeld eingeben.

Wörter ausschließen (-)

Um Wörter aus der Suche auszuschließen, könnt ihr einen Bindestrich benutzen. Dafür setzt ihr zunächst euren Suchbegriff, danach die auszuschließenden Begriffe mit einem Bindestrich dafür. Z. B.: Jaguar -Auto

Auf einer bestimmten Seite suchen (site:)

Wenn ihr nur Ergebnisse auf einer bestimmten Website haben wollt, könnt ihr das mit dem Operator „site:“ tun. Z. B.: cookies site:reif-magazin.de

Trennen (OR)

Worte voneinander trennen könnt ihr mit dem Operator "OR". Dafür einfach "OR" zwischen dem ersten und dem zweiten Suchgebriff einfügen. So werden euch nur Ergebnisse für das eine oder das andere angezeigt.

Umgebungssuche (AROUND)

Für die Internetrecherche für Fortgeschrittene gibt es den Operator "AROUND". Dabei könnt ihr nach zwei Wörtern suchen, die innerhalb einer bestimmten Anzahl von Wörtern hintereinanderstehen sollen. So stellt ihr sicher, dass beide Begriffe nah aneinander verwendet werden und nicht etwa in einem anderen Zusammenhang.
Beispiel: Virus AROUND(10) Laptop

Alle Keywords (allintext:)

Noch ein Profi-Tipp: Mit "allintext:" könnt ihr mehrere Wörter suchen, die alle in dem gesuchten Text vorkommen sollen. Google zeigt euch dann nur Websites an, die all eure gesuchten Wörter beinhalten.
Beispiel: allintext:Informatik duales Studium Telekom

Bestimmte Formate (filetype:)

Mit „filetype“ könnt ihr nach bestimmten Formaten suchen, z. B. PDF-Dateien. Es können auch mehrere Dokumente sein, die ihr mit "|" trennt.
Beispiel: Datensammeln Instagram filetype:pdf | filetype:doc

Alte Inhalte (cache:)

In die Tiefen des Internets eintauchen könnt ihr, indem ihr nach alten Inhalten sucht. Wenn ihr also eine Seite finden wollt, die es nicht mehr gibt oder die geändert wurde, könnt ihr versuchen, im Zwischenspeicher von Google zu suchen. Das funktioniert mit "cache:<URL>".

Zusatzfunktionen von Suchmaschinen

Google und Co. bieten euch nicht nur verschiedene Operatoren an, sondern andere Funktionen für eine bessere Internetrecherche.

Erweiterte Suche

Um genauere Suchergebnisse zu bekommen, könnt ihr Filter nutzen. Diese findet ihr unter der Leiste mit „Bilder“, „News“, „Maps“ usw. Unter „Beliebige Zeit“ könnt ihr das Erscheinungsdatum der Inhalte eingrenzen. Entweder wählt ihr einen Zeitraum von „letzte Stunde“ bis „letztes Jahr“ aus, oder ihr gebt einen eigenen Zeitraum an.

An den gelb markierten Stellen seht ihr die Filteroptionen.

Umgekehrte Google Bilder-Suche

Um herauszufinden, woher ein Bild stammt oder, um ähnliche Bilder zu finden, könnt ihr die umgekehrte Google Bilder-Suche verwenden. Dazu müsst ihr nur ein beliebiges Bild hochladen.

Google Lens

Wenn ihr über einen Gegenstand in eurer Nähe recherchieren wollt, könnt ihr ihn einfach über die Google Lens abfotografieren und schon werden euch passende Inhalte angezeigt. Mit der Google Lens könnt ihr auch Texte in einer fremden Sprache übersetzen lassen oder Texte erfassen. 

Sprachsuche

Die schnelle Internetrecherche per Siri oder Google kennt ihr, aber auch im Chrome Browser lässt sich sprachgesteuert recherchieren. Dafür einfach auf das Mikro im Suchfeld klicken.

Rechts im Suchfeld ist das Mikrofon für die Sprachaufnahme.

Google Scholar

Super für Hausarbeiten eignet sich Google Scholar, eine Suchmaschine für wissenschaftliche Texte. Dort findet ihr oft lange Artikel oder Arbeiten, die manchmal kostenpflichtig sind. Also eher nichts für einen schnellen Überblick, sondern sinnvoll für eine intensive Internetrecherche.

Einflussfaktoren für eure Internetrecherche

Welche Ergebnisse euch beim Googeln angezeigt werden, hängt von vielen Einflüssen ab. Google selbst filtert die Ergebnisse anhand des Google-Rankings, um so die besten Treffer anzuzeigen. Was für Google am besten ist, muss aber nicht für euch am besten sein, denn hier geht es um die Dichte von Keywords, der richtigen Beschreibung und die meisten Klicks.

Auch eure eigene Aktivität und euer Standort können Ergebnisse verändern. Manche Ergebnisse können je nach Standort geblockt werden, darum nutzen viele Menschen VPN.

Welche Internet-Gesetze in anderen Ländern gelten, lest ihr hier.

Ein VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) funktioniert über eine VPN-Software. Ihr erhaltet dadurch eine private Internetverbindung, die nicht eingesehen werden kann. Ihr werdet also nicht getrackt und dadurch werden eure Suchergebnisse auch nicht von Faktoren wie eurem Standort beeinflusst. Oft wird ein VPN dafür genutzt, anonym im Netz zu surfen. Sie verbirgt die IP-Adresse und verschlüsselt den Datenverkehr. Stattdessen lassen euch einige Programme auswählen, aus welchem Land ihr eine IP-Adresse nutzen wollt. So sieht es für die Plattformen so aus, als würdet ihr sie von diesem Land aus aufrufen. Ein VPN eignet sich gut für eine anonyme Internetrecherche.

Viel Erfolg bei eurer Internetrecherche!

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