Digitale Kommunikation – Teil 2

Meinungsfreiheit vs. Mobbing

Meinungsfreiheit ist eines unserer Grundrechte. Auch im Netz. Doch unsere Meinung kann auch verletzen. Die Frage ist: Wo verläuft die Grenze zwischen der freien Äußerung der Meinung und dem Mobbing anderer? reif hat sich diesem brisanten Thema gewidmet.

Freiheit ohne Grenzen?

Im Grundgesetz steht also, dass jeder von uns seine eigene Meinung aufschreiben oder in Form von Bildern und Videos verbreiten darf. Das gilt allerdings nur solange, wie wir damit nicht die Rechte anderer verletzen oder gegen andere Gesetze verstoßen! Auch das regelt der Artikel 5 des Grundgesetzes der BRD.

Verstöße gegen die Meinungsfreiheit

Oft wird verletzendes Verhalten im Netz, wie z.B. in Form von Cybermobbing, mit dem Recht der freien Meinungsäußerung entschuldigt. Dies ist jedoch einerseits menschlich fraglich, andererseits ebenso rechtlich inkorrekt. Cybermobbing kann sehr wohl verschiedene Straftatbestände erfüllen. Hiermit ist die Verletzung der allgemeinen Persönlichkeitsrechte gemeint, die genau wie die Meinungsfreiheit im Grundgesetz verankert sind.

Digitale Empathie

Warum wir uns im Netz mehr trauen und oft weniger Respekt und Mitgefühl für andere zeigen, haben wir euch schon in Teil 1 zum Thema digitale Kommunikation erklärt. Der Grund heißt: Online-Disinhibiton-Effekt - enthemmtere Kommunikation im Internet, aufgrund von fehlendem, direktem Feedback. Es fällt dabei schwerer, sich in das Gegenüber hineinzuversetzen und empathisch zu reagieren.

Denkt nochmal nach!

Letztlich sollten wir über unser Online-Verhalten nachdenken und das Bewusstsein für die Konsequenzen unserer eigenen Kommentare schärfen. Die Schwierigkeit, im Netz empathisch mit anderen Usern umzugehen, ist noch lange keine Entschuldigung, sich daneben zu benehmen. Wir sollten uns bewusst werden, dass dort, wo unsere Meinungsfreiheit aufhört, auch Strafbarkeit anfängt.

Werdet ihr selbst im Netz gemobbt oder kennt jemanden, der darunter leidet? Hier bekommt ihr Hilfe!

#onlinelife