Geld sparen und die Umwelt retten?

Das bringen nachhaltige Apps wirklich

Vom Bett aus die Welt verändern? Nachhaltige Apps versprechen genau das. Mittlerweile gibt es zahlreiche Apps, die sich Umweltfreundlichkeit als Ziel gesetzt haben. Doch welche Apps sind wirklich nachhaltig?

Schein oder Sein?

Es gibt viele Apps die versprechen, ganz einfach die Umwelt zu retten. Doch eines ist Nachhaltigkeit selten: Einfach. Immer mehr Menschen legen Wert auf Umweltschutz. Das wissen auch die Konzerne. Greenwashing ist mittlerweile zu einer beliebten PR-Methode geworden - auch bei Apps.

 

Wichtig ist deshalb: Vertraue den Apps auf deinem Smartphone nicht zu blind!
Frage dich immer, wer durch die Konzepte der App profitiert. Denn wenn Apps kostenlos sind, zahlst du meist mit deinen Daten.

Ein gutes Beispiel für blindes Vertrauen sind Apps, mit denen man die Inhaltsstoffe seiner Beautyprodukte scannen kann. Sie teilen Produkte anhand der Verträglichkeit und Nachhaltigkeit ihrer Inhaltsstoffe ein.
Bevor man jedoch das Badezimmer aussortiert, sollte man sich über die Quellen der Kategorisierung informieren. Beispielsweise werden Produkte, die Palmöl enthalten, oft als rot eingestuft, da ihre Gewinnung umweltschädlich ist. Jedoch betrifft dieser Filter auch Produkte, die nachhaltiges Palmöl verwenden.

Was daraus klar wird: Man sollte Apps nicht zu viel Macht zukommen lassen, denn sie können oftmals nicht gut genug differenzieren.

 

Dennoch gibt es viele nachhaltige Apps, die sich gut dazu eignen, Umweltschutz in deinen Alltag zu integrieren. Oft kann man dabei auch den Geldbeutel schonen!

Hier vier Apps, die wirklich helfen!

GrünZeit – Essen mit den Jahreszeiten

Der digitale Saisonkalender. Simpel, aber effektiv. In der Monatsübersicht könnt ihr euch informieren, welche Obst- und Gemüsesorten aktuell regional wachsen. Die App zeigt ebenfalls an, bei welchen Lebensmitteln es sich um Lagerware und wann um Freilandprodukte handelt. Je nach Umweltbelastung sind die Lebensmittel nach Farben sortiert. Doch auch hier ist es schwer zu verallgemeinern: Also lieber noch einmal nachrecherchieren, wie und wo Gemüse und Obst des Händlers deines Vertrauens angebaut wurde.

Oroeco

Mithilfe dieser App lässt sich der CO2 Fußabdruck nicht nur berechnen, sondern auch verkleinern. Die App gibt personalisierte Tipps zu Klimaschutzmaßnahmen. Besonders cool: Es wird nicht nur auf die Einsparung von CO2 geachtet, sondern auch darauf Geld zu sparen.

ToGoodToGo – Sparen und Foodwaste verhindern

Auch diese App widmet sich der Lebensmittelverschwendung. Über To Good To Go könnt ihr Essen bei Betrieben in der Umgebung retten. Die Auswahl ist groß: Viele Supermärkte, Bäcker, Cafes und Restaurants arbeiten mit der Foodwaste-App zusammen. Zudem spart man sich einiges an Geld, denn: Die übrig gebliebenen Lebensmittel sind stark reduziert.
Einziger Nachteil: Gerade in der ländlichen Region ist die Auswahl natürlich begrenzt.

Go Green Challenge

Mit dieser App wird Nachhaltigkeit spielerisch gemeistert. Jede Woche stellt die nachhaltige App den Nutzern verschiedene Aufgaben. So wird man schrittweise an einen umweltschonenden Lebensstil herangeführt.  Es gibt immer jeweils eine Wochen- und eine Tagesaufgabe. Beispielsweise dürfen eine Woche lang, keine Lebensmittel weggeworfen werden. Wenn eine Aufgabe ausgeführt wurde, darfst du sie abhaken!

 

Funfact
85% der Deutschen haben mindestens ein unbenutztes Smartphone zuhause. Du auch?
Dann schnapp es dir und spare richtig Geld! Die Deutsche Telekom hat einen Endgeräte-Kreislauf entwickelt. Einfach das Altgerät einschicken und dafür die aktuellsten Geräte zum günstigen Preis erhalten. Dein altes Smartphone wird dann wieder neuwertig aufbereitet und weiterverkauft. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt!

Den Klimawandel werden wir nicht mit einer App aufhalten können. Doch genau wie jeder von uns etwas zu einer besseren Zukunft beitragen kann, können auch einzelne nachhaltige Apps helfen.

Allein kann niemand von uns viel ausrichten, doch gemeinsam können wir einen Unterschied machen.  

 

Naomi Asal

Denkt ihr nachhaltige Apps können etwas verändern?
Bestimmt! Auch kleine Schritte bringen etwas
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weiß nicht...
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Ne, das ist doch alles greenwashing!
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