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Nie wieder Angst vor Referaten!

Mit reif Rhetorik lernen – ganz easy!

Wenn nervös in die Notizen geschielt, eifrig durch die PowerPoint geklickt und die nassgeschwitzte Hand an der Jeans abgewischt wird, dann wisst ihr: Heute sind Referate dran.

Doch es gibt Techniken, mit denen ihr selbstbewusst und überzeugend vor der Klasse sprecht! Das Ganze nennt sich Rhetorik. Und ihr könnt Rhetorik lernen.

Worte, die im Kopf bleiben

Kennt ihr diese Menschen, denen man einfach gerne zuhört? Denen man an den Lippen hängt, sobald sie den Mund öffnen? Vielleicht kennt ihr einen Mitschüler, der besonders lustig erzählt, oder ein Lehrer, der super erklären kann.
Auch in der Geschichte gab es Menschen, deren Worte uns bis heute bekannt sind. Einer davon war der Bürgerrechtler Martin Luther King mit seiner berühmten Rede "I have a dream".

 

Übrigens: Weiter unten bekommt ihr von reif noch
  7 Profi-Tipps für eure nächste Präsentation und
  3 rhetorische Figuren an die Hand!

 

Einfach nur wow!

Doch Martin Luther King hat dieses Talent nicht einfach in die Wiege gelegt bekommen. Als Pastor hat er gelernt, vor Menschen zu sprechen, und diese Fähigkeit konnte er nutzen, um sie auch als Bürgerrechtler zu erreichen.

Durch die Wiederholung von "I have a dream", gab er seiner Rede eine Struktur. Eine Aufzählung, der jeder folgen konnte.
Er erschuf Bilder in den Köpfen der Zuhörer und formulierte damit klare Ziele, die sich jeder vorstellen konnte.
Dazu sprach er klar, deutlich und emotional. Ein absolutes Meisterwerk der Redekunst.

Rhetorik lernen? Ja das geht...
...reif zeigt dir wie!

Grundlagen der Rhetorik

Schon im antiken Griechenland wollten Menschen Rhetorik lernen, um andere zu überzeugen.

Der Philosoph Aristoteles nannte die drei Säulen der Rhetorik "Ethos", "Logos" und "Pathos".

"Ethos" steht dabei für die Glaubwürdigkeit des Sprechers, "Logos" für die Emotionen, die beim Publikum ausgelöst werden und "Pathos" für die inhaltliche Richtigkeit der Argumente.

Die Säulen der Rhetorik könnt ihr euch auch für euer nächstes Referat abgucken!

Ethos: Seid glaubwürdig! Ihr seid die Experten und das sollen die anderen auch merken. Nehmt diese Aufgabe ernst!
Logos: Löst Emotionen aus! Zu fast jedem Thema findet sich ein cooler Fun Fact oder eine interessante Geschichte, die die anderen zum Lachen oder Staunen bringt.
Pathos: Recherchiert sorgfältig! Nur wenn ihr die Fakten kennt, könnt ihr euren Vortrag selbstbewusst halten und kommt bei Rückfragen nicht ins Straucheln.

Die Kunst der Überzeugung

Außerdem solltet ihr noch etwas beachten, wenn ihr Rhetorik lernen wollt: Weniger ist mehr.

Wenn andere euch zuhören sollen, solltet ihr nicht ins Labern kommen, denn dann geht bei eurem Gegenüber schnell die Aufmerksamkeit verloren.
Niemand weiß, welche unwichtigen Dinge ihr weglasst!

Aber hier kommen sie nun, wie versprochen...

7 Tipps, die deine Präsentation aufwerten:

 

1. #VORBEREITUNG

Es gibt keinen einfachen Weg und kein Drumherum – bei einer ausgezeichneten Präsentation geht es immer um deine Kenntnisse – gerade, wenn Zwischenfragen kommen.

Nimm dir EINEN VOLLEN NACHMITTAG Zeit und lies dich entspannt in das Thema in verschiedenen Quellen ein, schreib dir Moderationskarten (da muss nicht mal zwingend etwas drauf stehen) und bring das Handout für deine Klasse auf eine Seite Papier.

 

2. Scherze und schocke!

Beginne eine Präsentation nicht mit klobigen und sperrigen Einführungen per Definition von Wikipedia ("Gäääähn!") – du willst doch nicht, dass deine Klassenkameraden bei deinem supergeilen Thema einpennen, oder?

Wenn du ein gewagtes Fazit vorbereitet hast, warum fängst du dann nicht mit einem Scherz, oder einem harten Statement an? Erklären kannst du es später!

 

3. Erzähle eine Geschichte!

Menschen folgen Geschichten – keinen Fakten. Erzählungen sind ein evolutionär-soziales Werkzeug, das wir benutzen, um Erfahrungen zu vermitteln, daher fällt es uns viel leichter, einer Geschichte zuzuhören und uns auf sie zu beziehen, als uns eine Liste von Fakten auswendig zu merken.

 

4. Benutze deine Stimme für Emotionen!

Wenn du nicht gefühlsmäßig in deinem Thema drin bist, solltest du wahrscheinlich nicht derjenige sein, der es präsentiert. Bringe dich in diese Situation! Wie?
Finde irgendetwas was dich daran stört, aufregt oder begeistert – IRGENDETWAS! Rufe dir das dann immer wieder vor dein geistiges Auge, wenn du sprichst. Ohne emotionalen Tonfall könntest du deine Präsentation genauso gut einem Roboter zum Vorlesen geben, oder?

 

5. Nutze die Kraft von LAUT & leise!

In einem konstant-hohen Ton zu sprechen, langweilt deine Leser. Selbst, wenn du es irgendwie schaffst, ein paar Emotionen dahinter zu platzieren. Orientiere dich ausnahmsweise mal an Mozart und nicht an Billie Eilish!

 

6. Lies niemals eine Folie vor!

Und damit meinen wir: Unter gar keinen Umständen! Deine Klasse kann die PowerPoint-Präsentation (die du dir in der Nacht vorher schnell zusammengeklöppelt hast – erwischt?) selbst sehen. Die Folien laut vorzulesen, beleidigt die versammelte Intelligenz im Raum, inklusive deiner!

Überrasche deine Klasse und deine(n) Lehrer*in:

Erzähle ihnen etwas, was sie nicht auf Wikipedia oder deiner PowerPoint finden können – deine Note wird es dir danken.

 

7. Spiele mit verschiedenen Tempi!

Variiere dein Sprech-Tempo. Sprich schnell, wenn es um Hintergrund-Infos oder Basics geht, die die meisten Leute bereits kennen und sprich langsamer, wenn du den Leuten eine wichtige Information in ihre Köpfe meißeln willst!

Profi-Tipp: Nutze dann und wann die Kraft der Stille!

 

UFFF – das war viel Input!
Beherzige ihn und wachse, junger Padawan!

Du willst noch mehr über gute Rhetorik lernen, deine Sprachtechniken verbessern oder einfach überzeugendere Präsentationen halten?
Dann check doch mal Benedikts YouTube-Kanal: RedeFabrik!

Im Folgenden haben wir für dich noch 3 rhetorische Figuren ausgewählt, die ein echter Präsentationsprofi damals für ein mittlerweile berühmtes Produkt verwendet hat...

Vielleicht kennen einige von euch noch die Apple Keynote (Macworld) des allerersten IPhones aus dem Jahre 2007?

Steve Jobs, der Gründer und damalige CEO von Apple, benutzte einige rhetorische Figuren und Stilmittel, die ihr euch für das kommende Referat nach den Ferien zunutze machen könntet!

Warum seine Präsentation damals so eindrucksvoll war?

 

Checkt es an diesen 3 genialen rhetorischen Beispielen ab:

1. Die Anapher (bedeutet "nach hinten tragend") ist die Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Anfang eines jeden Satzes:

“As you know, we’ve got the iPod, best music player in the world. We’ve got the iPod Nanos, brand new models, colors are back. We’ve got the amazing new iPod Shuffle.(...)”
– Steve Jobs

 

2. Die Hyperbel ist eine Übertreibung der Eigenschaften eines Gegenstandes oder Umstandes in einem Satz:

“Best version of Google Maps on the planet, widgets, and all with Edge and Wi-Fi networking.(...)”
– Steve Jobs

 

3. Die rhetorische Frage, bei der sich die Antwort von selbst versteht oder der Sprecher/ die Sprecherin keine Antwort von seinem oder ihrem Publikum erwartet:

“Isn’t that incredible?”,(...),“Want to see that again?”,(...)“Pretty cool, huh?(...)”
– Steve Jobs

Das war unser Ausflug ins Land der echten Profis!

Ansonsten gilt für Referate wie im Alltag: Ein Lächeln auf den Lippen macht alles einfacher. Rhetorik lernen kann anstrengend sein – ein Lächeln ist es nicht!

Jetzt kann das nächste Referat kommen!

FAQs

Häufig gestellte Fragen:

Als Rhetorik bezeichnet man die Kunst (manchmal auf Wissenschaft genannt) der Rede und der überzeugenden Sprache, sie der überzeugenden Gestik und Mimik im weiteren Sinne. Die fachliche Disziplin, die aus dem antiken Griechenland (und als Lehre, auch aus dem alten römischen Reich) stammt, kann interdisziplinär auftreten (d. h. gesprochen und geschrieben, sowie auch nur als stumme Gestik) und so vor allen Dingen ein selbstbewusstes Auftreten, sowie die Überzeugung oder das Stummschalten des Gegenübers, sowie eine Überzeugung eines außenstehenden Publikums bewirken, oder gar von einer bestimmten Art zu handeln zu überzeugen.

 

bit.ly/3fR3zoB

Der ursprüngliche Wortstamm ist altgriechisch und lautet "ῥητορική" [τέχνη], rhētorikḗ [téchnē] und bedeutet übersetzt: "Die Kunst/ die Technik der Rede".

 

bit.ly/3q7t0Hv

bit.ly/2VjgGFW

Seine eigene Rhetorik kann man verbessern und die sprachlichen, sowie mimischen und gestischen Kenntnisse schulen!

Mit Rhetorik und Sprache überzeugen überzeugst du in einer Rede oder einem Referat, wenn du stetig Vorbereitung und die Auseinandersetzung mit dem Thema an Stelle Eins stellst, dein Selbstbewusstsein durch soziale Kontakte und das Üben vor dem Spiegel probst, lernst

frei und agil zu sprechen, sowie eloquentes Ausformulieren zu trainieren und immer wieder zu wiederholen!

 

bit.ly/39F55th

Die korrekte Schreibweise lautet (laut Duden und Deutscher Rechtschreibung): [Rhetorik, die]. Der Nominativ lautet [die Rhetorik], der

Genitiv [der Rhetorik], der Dativ [der Rhetorik] und der Akkusativ [die Rhetorik].

Eloquenz und Schlagfertigkeit sind erlernbar: durch immer währende Wiederholung bestimmter Gesprächsmuster (z. B. in Diskussionen und Schlagabtauschen) und durch Aneignung eines steig wachsenden, zahlreichen Vokabulars. Menschen müssen dich ernst nehmen können. Biete ihnen dazu Gelegenheit durch das richtige Setzen von Pausen, die richtige Stimmlage und -höhe. Doch das wichtigste Instrument bleibt: TIMING!

 

bit.ly/39r0URr