Klassenfahrt in die Virtual Reality?!

So könnte die Schule der Zukunft aussehen!

Keine Bücher mehr, stattdessen Roboter als Lehrkräfte und Ausflüge in die Virtual Reality?! Wir zeigen euch, wie die Schule der Zukunft aussehen könnte.

Schule braucht Digitalisierung

Wenn man sich die Bilder eines Plakatwettbewerbs des Deutschen Studentenwerks zum Thema "Zukunft des Lehrens und Lernens" anschaut, scheinen die Vorstellungen der Schule der Zukunft klar in Richtung Virtual Reality zu gehen. Viele der Plakate enthielten das Element der VR-Brille, die meisten thematisierten die Digitalisierung.

AR und VR an Schulen

Und tatsächlich gibt es bereits Augmented Reality und Virtual Reality für Schulen! Ausflüge in ein Bergwerk oder den Kölner Dom könnt ihr dank VR-Brille erleben, ohne euren Platz zu verlassen. An der Universität Potsdam gibt es sogar ein VR-Klassenzimmer mit virtuellen Schüler:innen! Das ist allerdings als Übung für Lehramtstudierende gedacht und stellt noch keine Alternative zum analogen Klassenzimmer dar.

Schon gewusst? Virtual Reality ist gar nicht so neu. VR-Brillen konnte man schon in den 80ern kaufen! Der richtige Hype kam dank verbesserter Technik aber erst in den letzten 10 Jahren

Brauchen wir noch Klassenzimmer und Hörsäle?

Online-Tools wie Zoom, MS Teams und andere Programme, mit denen sich an der Uni z. B. Vorlesungen aufzeichnen lassen, sind durch die Pandemie bereits Alltag geworden. Die Schule der Zukunft könnte also komplett remote sein! Auch an Ausflügen könnte dank Virtual Reality von überall aus teilgenommen werden, sodass Aufenthaltsort und Entfernung keine Rolle mehr spielen.

Auch privat komplett digital?

Selbst das Privatleben könnte komplett im digitalen Raum stattfinden. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat erst kürzlich seine Idee zu Metaverse vorgestellt, ein digitales Universum, in dem alles möglich sein soll: Freunde treffen, arbeiten und auch lernen. Anstatt auf Bildschirme zu schauen, sollen Menschen mit VR-Brillen und Avataren komplett in den digitalen Raum eintauchen können.

Mark Zuckerberg setzt auf VR: Das Unternehmen hat für 1,7 Milliarden Euro die Firma Oculus VR gekauft, die sich auf VR-Brillen spezialisiert hat. Das könnte bedeuten, dass Virtual Reality bald massentauglich wird.

Auch andere Firmen sind schon längst dabei, digitale Wirklichkeiten zu entwickeln. So soll es mit Microsoft Mesh möglich sein, als Avatar an Meetings teilzunehmen und per Projektion über das Internet mit anderen zu interagieren. Klingt nach Science-Fiction, ist aber technisch umsetzbar!

WLAN, Smartboards, Tablets - und was ist mit VR?

Doch so modern sind Deutschlands Schulen noch lange nicht. Spätestens seit dem pandemiebedingten Homeschooling ist klar, dass selbst einfache Umstellungen für neue Herausforderungen bei Schulsystem und Lehrkräften sorgen. Doch die erzwungene Digitalisierung kann eine Chance für die Schule der Zukunft sein, um den Schüler:innen einen möglichst verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien beizubringen und sie auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten.

Auch im Wahlkampf war Digitalisierung an Schulen deswegen ein großes Thema. Die Infos dazu gibt's hier.

Die Politik hat sich dafür einen "Digitalpakt 2.0" überlegt, durch welchen bis 2030 die Anschaffung von neuer Technik und eine digitale Infrastruktur an Schulen finanziert werden soll.

Fazit

Bisher wurde vor allem auf Smartboards, also digitale Tafeln und WLAN im Schulgebäude gesetzt. Auch Tablets werden höchstwahrscheinlich ein wichtiger Bestandteil der Schule der Zukunft sein, da sie im Unterricht und zu Hause genutzt werden und zum Beispiel schwere Textbücher und Schulblöcke ersetzen können. VR-Brillen sind derzeit aber noch zu teuer. Doch neben der Digitalisierung brauchen wir vor allem eins: Chancengleichheit. Jede:r muss Zugang zu Internet, Technik und Ausbildung haben. Das gilt für Schüler:innen und Studierende genau so wie für Lehrende.

Auch wenn VR-Brillen und Roboter in Zukunft günstiger werden, werden sie im Schulalltag wahrscheinlich eher eine Nebenrolle spielen. Denn ganz ohne echte Kontakte geht es nicht. Egal wie weit die Technik voranschreitet, Menschen sind soziale Wesen. Deswegen wünschten sich die meisten im Homeschooling auch eine Rückkehr zum normalen Unterricht an Schule und Universität. 

Die Schule der Zukunft muss und wird mit Sicherheit digitaler werden, doch Unterricht in der virtuellen Realität ist noch weit von uns entfernt.

Carolina Pfau

Wie stellt ihr euch die Schule der Zukunft vor?
Mit VR und Robotern!
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Mit demselben Overheadprojektor wie seit Jahrzehnten...
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Eine Mischung aus altmodisch und modern.
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