Grillen ohne Gewissensbisse

Tierleidfreies Fleisch aus dem Labor

Es wird Frühling: Die Menschen tragen Kurzarmshirts und Sonnenbrillen, Vögel zwitschern und ein bekannter Duft liegt in der Luft, der baldigen Sommer verheißt: glühende Kohlen, auf die der Saft von marinierten Steaks tropft, goldgebratene Würstchen, die sich brutzelnd aneinanderschmiegen.

Yes, die Grillsaison startet bald. Aber doch zuckt manche Hand noch einmal zögerlich vorm Griff zu Steak und Co zurück. Ein großer Teil der Treibhausgase wird durch die Massentierhaltung verursacht, Unmengen von Wasser werden verbraucht, es schadet den Böden, die Tiere leiden...

... Weiß ich doch alles, schmeckt trotzdem lecker.

So geht es nicht Wenigen. Aber vielleicht müssen Fleischliebhaber*innen bald kein schlechtes Gewissen mehr haben, denn smarte Technologien bringen die Lösung: Fleisch aus dem Labor, sogenanntes In-vitro-Fleisch. Oder clean meat. Es soll ressourcenschonend, umweltfreundlich und vor allem völlig tierleidfrei sein.

Wie das funktioniert?

Also endlich Fleisch essen ohne schlechtes Gewissen?

Jein. In der Vergangenheit wurde das Nährserum, das zur Vermehrung der Stammzellen nötig ist, oftmals aus Kälberföten gewonnen. Damit war das „tierfreundliche“ Produkt am Ende gar nicht mal so tierfreundlich. Die Unternehmen arbeiten und experimentieren aber heute bereits mit pflanzlichen Alternativen.  

Und wie geht es weiter?

Rund 250.000 € flossen bisher in die Produktion der tierqualfreien Patties. Auch Bill Gates und Googlemitgründer Sergej Brin beteiligen sich an diesem Projekt. Das niederländische Unternehmen „Mosa Meat“ und 24 weitere Unternehmen arbeiten derzeit an der Herstellung von finanziell erschwinglichen Rindfleisch Patties. In drei Jahren können wir dann damit in den Regalen rechnen.

...Und jetzt ihr:

Das geht sonst so in Sachen Fortschritt: