Wieso sind wir anfällig für negative Nachrichten?

Wie der richtige Umgang Verschwöungstheoretiker bremsen kann

Fake News und Verschwörungstheorien gibt es nicht erst seit der Corona-Pandemie. Dennoch lassen negative Nachrichten die Zahl der Falschmeldungen in die Höhe schnellen. Aber warum sind wir so anfällig für negative Nachrichten? Und wie geht man damit richtig um?

Der Reiz der geheimen Verschwörung

Wir alle malen uns gerne aus, dass Gruppen im Untergrund einen Plan schmieden, wie sie die Weltherrschaft an sich reißen können. Nicht selten handeln Bücher und Filme davon. Solche Geschichten sind spannend, fesselnd und aufregend. Normalerweise bleibt es bei der Fiktion.

Verschwörungstheoretiker glauben solche Geschichten aber wirklich. Wie der Name "Theorie" schon sagt, fehlen dafür allerdings Beweise.

Achtung: Wer Fakten leugnet, ist nicht gleich ein Verschwörungstheoretiker! Verschwörungstheorien erkennt man daran, dass sie auf dem Glauben an eine kleine kleine Gruppe von Individuen aufbaut, die die Menschheit kontrollieren will.

Nicht immer sind es verrückte Ideen wie die Existenz von Echsenmenschen. Manche Verschwörungstheorien wirken glaubhaft. Besonders dann, wenn sie auf Misstrauen und Kontrollverlust aufbauen, wie es derzeit bei der Corona-Krise der Fall ist. Solche Situationen führen dazu, dass Menschen sich ihre eigenen Erklärungen suchen. Verschwörungstheoretiker stützen ihre Ideen nicht nur auf Vermutungen, Lügen und Halbwahrheiten, sondern auch auf einigen Fakten, die sie zu ihren Zwecken auslegen. Das macht sie so gefährlich.

Warum sind wir so anfällig für Fake News?

Wir Menschen geben gern anderen die Schuld an den Dingen, die in dieser Welt schiefgehen. Studien zeigen außerdem, dass wir stärker auf negative Nachrichten reagieren.

Negative Schlagzeilen lösen stärkere Emotionen aus als neutrale Nachrichten.

Warum das so ist, weiß man nicht genau. Womöglich stammt diese Reaktion aus der Steinzeit, als die Menschen bei Gefahr aufmerksamer sein mussten, als in ruhigen Situationen. Vielleicht stecken dahinter auch kulturuelle Einflüsse.
Klar ist jedenfalls: Schockierende, unerwartete und absichtlich irreführende Überschriften bringen Klicks. Dadurch sind wir es gewohnt, viel Negatives zu sehen.

Wie du Fake News erkennen kannst, kannst du hier nachlesen.

Auf Dauer kann das zu Angst, Depressionen oder eben Verschwörungstheorien führen. Es liegt auch an uns als Nachrichtenkonsumenten, nicht jede Schlagzeile zu pushen und nicht jede Anschuldigung zu glauben.
Wenn jemand in eurem Umfeld an Verschwörungstheorien glaubt, gibt es einige Dinge, dir ihr tun könnt.

Verstehen: Nimm die Sorgen hinter den Verschwörungstheorien ernst und schaffe ein Vertrauensverhältnis.

Fragen stellen:
Frage nach, was die Fakten sind und stelle die Theorie damit infrage.

Nicht mit reinziehen lassen:
Bleib bei den Fakten und kommuniziere ganz klar, dass du eine andere Meinung hast.

Distanzieren:
Distanziere dich, wenn die Fakten geleugnet werden.

Geduldig sein:
Niemand ändert sich von jetzt auf gleich, aber deine Worte wirken sicher noch nach.

Im Zweifel hilft immer eine Prise Humor: Der goldene Aluhut ist ein Negativpreis für die verrücktesten Verschwörungstheorien und veröffentlich regelmäßig Beiträge zu den neuesten Theorien.

Denkt daran, euch mit schönen Dingen zu umgeben, denn die Welt hat auch davon viel zu bieten.

Bleibt aufmerksam, vorsichtig und checkt die Fakten!

cp

Kennst du jemanden, der an verschwörungstheorien glaubt?
Ja, leider.
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Nicht dass ich wüsste.
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Ich höre schon manchmal komische Theorien von Bekannten....
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