Servermanagement für E-Sport-Breitensport

Videospiel und E-Sport – aber Ehrensache

Auch ein:e Athlet:in und ein Videospiel im E-Sport brauchen Techniker:innen. Denn jemand muss sich um die Server-Power kümmern. Zum Glück haben sie Carl! Mit seinen Fähigkeiten hat der Fachinformatiker für Systemintegration schon während seiner Ausbildung einen Gaming-Verein ehrenamtlich unterstützt. Ende Januar wurde der 21-Jährige nach seiner Ausbildung bei der Telekom in Dresden fest angestellt. Den Verein unterstützt er mit Servermanagement immer noch.

Wie bist du zum E-Sport gekommen?

Boah, das mit Videospiel & Gaming ging schon früh los. So in der 7. Klasse mit 12 Jahren habe ich erste Games gespielt. Nachdem ich dann an meinem ersten Computer gebaut hab, hatte ich meine Gaming-Hochzeit mit so 16 Jahren. Da kamen auch E-Sports-Titel im Shooter-Bereich dazu. Aber ich spiele breit aufgestellt gern auch Titel wie Anno oder Minecraft.

"Intensiv hab ich Rainbow Six Siege in E-Sport-Matches gespielt, aber kleinere Sessions und keine Turniere. Während der Ausbildung hab ich mich dann eher darauf konzentriert E-Sportler:innen zu unterstützen und weniger selbst gespielt."

Zum E-Sports-Verein! Was machst du dort?

Der Verein 404 Multigaming e. V. schafft ein Umfeld für Gaming-Begeisterte, aber auch Top-Athlet:innen im E-Sport. Die 250 Vereins-Mitglieder spielen verschiedenste Videospiele. Von bekannten Titeln wie Counterstrike und League of Legends bis zu kleineren Titeln.

"In meiner Freizeit optimiere ich die Performance auf der technischen Seite, damit alles reibungsläuft läuft und die Teams gut aufgestellt sind für den Breitensport."

Gibt es Schnittpunkte von deinem Ehrenamt und deinen Beruf?

Ich bin sogar erst durch einen Kollegen in meiner Ausbildung auf den Verein aufmerksam geworden. Die brauchten Hilfe bei ihrer technischen Ausstattung. Heute sind da acht Leute nur für die Technik da. 2020 waren wir zu zweit für IT, Infrastruktur, Cloud- und Servermanagement.

"Das sind genau die Aufgaben-Bereiche, die ich auch in der Arbeit mache. Mir gefällt das, wie ich mein Wissen nicht nur in der Arbeitspraxis, sondern auch für etwas Gemeinnütziges einsetze."

Was sagt die Telekom zu deinem Hobby E-Sport?

Die Telekom steht dem E-Sports sehr positiv gegenüber. Als Sponsor unterstützt der Konzern seit Jahren schon die Profis von SK Gaming.

Über LinkedIn hat mein Ausbilder während meiner Ausbildung mitbekommen, dass ich mich ehrenamtlich bei einem Gaming- und E-Sports-Verein engagiere. Das weckte sein Interesse, weil er es spannend fand, welche Fähigkeiten ich neben der Arbeit einsetze.

Passt ja gut zusammen! Wie bist du zur Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration gekommen?

Ich hatte immer schon was mit Computern zu tun und großes Interesse an Servertechniken. Fragen zu Filesharing fand ich spannend. Da bot sich die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration an. Ich hab mich bei vier Unternehmen auf die Ausbildung beworben und die Telekom meldete sich als erstes. Da hab ich nicht lange überlegt und zugesagt. Die Größe des Unternehmens mit den ganzen Chancen und Möglichkeiten hat mich sehr überzeugt.

Gratuliere, seit Januar bist du festangestellt! Wie lief der Übernahmeprozess ab?

Beim Übernahmeprozess gibt es verschiedene Wege. Bei mir lief das so: Eine etwas längere Vorausplanung mit einer Anfrage beim Chef. Die Abteilung wollte mich halten und unterstützte mich gut. Aber trotzdem schrieb ich auf eigene Initiative hin eine Bewerbung und hatte dann ein Bewerbungsgespräch. Das lief alles sehr rund und entspannt. Die meisten Leute kannte ich ja schon.

Wie wäre es, eine E-Sport-Mannschaft bei der Telekom aufzubauen?

Spannend! Ambitionen hatten wir hier mit ein paar Kolleg:innen schon öfter. Jetzt will ich mich aber erstmal auf die Arbeit konzentrieren. Ich bin ja erst seit Ende Januar festangestellt.

OK, dann sprechen wir nächstes Jahr nochmal darüber!

Können wir machen. ;-)

Welches Videospiel spielst du am liebsten?
Minecraft
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Anno
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LoL
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Counterstrike
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Keins der genannten Games
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