Über Umwege zur Telekom

Zweiter Bildungsweg Anwendungsentwicklung!

Mensch lernt nie aus! Das könnte auch Jennys Lebensmotto sein. Ob Privat in der Kunst oder beruflich in ihrem Master der Biologie. Nun steht für sie ein ganz neuer Lebensabschnitt an: Eine Ausbildung zu Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung bei der Deutschen Telekom! Im Interview erzählt uns die 30-Jährige wie sie zum zweiten Bildungsweg kam und was sie Neues über sich lernen konnte.  

Hey Jenny. Magst du dich kurz vorstellen?

Gerne. Ich mache eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung in Bonn und habe davor einen Master in Biologie absolviert.

In meiner Freizeit zeichne ich gerne, lese Krimis oder treffe mich am Rhein mit Freund:innen. Ab und zu mache ich auch Sport. Jetzt wo die Hallen wieder offen sind, habe ich wieder mit dem Bouldern angefangen. Ansonsten fotografiere ich gern und bearbeite die Bilder.

Wie bist du auf das Fotografieren gekommen?

Das Künstlerische habe ich von meiner Mama. Sie ist freischaffende Künstlerin und hat immer viel gemalt, fotografiert und gezeichnet. Irgendwann hatte ich meine erste eigene Kamera und habe einfach mal drauflos geknipst.
Ich habe mir viele Fotografien von anderen Künster:innen angeschaut. So habe ich einen Blick dafür entwickelt und später gemerkt, dass man durch Bearbeitung noch mehr herausholen kann. Das wird oft verteufelt, aber ich finde es schön bestimmte Emotionen aus einem Bild noch mehr hervorzuheben.

Kam bei so viel Kunst auch der Gedanke auf, ebenfalls freischaffende Künstlerin zu werden?

Als Kind wollte ich immer etwas mit Tieren machen. Der Kunstwunsch kam im Abi auf. Meine Mama hat mir gesagt, dass sie mich unterstützt aber dass es auf jeden Fall finanziell nicht ganz einfach wird. Nach dem Abitur hatte ich noch ein Jahr, um mir zu überlegen, was ich eigentlich möchte. Über ein Praktikum im naturwissenschaftlichen Museum bin ich dann zur Biologie gekommen. Ich habe dort Tiere präpariert. Dort wurde das Biologische mit dem Künstlerischen auf eine faszinierende Art und Weise verbunden.

Wie kam es zu dem Umschwung von der Biologie zur Anwendungsentwicklung?

Das war gar nicht so einfach. In der Biologie hätte ich als nächsten Schritt meinen Doktortitel machen müssen. Leider sind die Arbeitsbedingungen und Jobsaussichten auch nach dem Doktor in den Naturwissenschaften nicht gut.

Deswegen habe ich statt dem Doktor lieber eine Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg gemacht. Zuerst hatte ich die Befürchtung, zwischendurch mein Studium zu bereuen, aber ich bin froh, es gemacht zu habe. Ich bin aber auch glücklich darüber, jetzt etwas komplett Neues zu lernen.

Wie bist zu deiner Ausbildung bei der Telekom gekommen?

Ich habe mich daran erinnert, dass wir in der 8. Klasse einen kleinen Programmierkurs in der Schule hatten. Also habe ich mir Tutorials angeschaut und getestet, ob mir die verschiedenen Programmiersprachen immer noch Freude bereiten. Ich fand es immer noch total cool. Es hat sehr viel Praktisches, das habe ich im Studium vermisst.
Dann habe ich mich bei verschiedenen Betrieben beworben.

Die Telekom war mein Favorit, weil einige Freund:innen von mir dort arbeiten und total zufrieden sind.

Was ist dein Aufgabengebiet als Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung?

Wir versuchen intern verschiedene Prozesse zu automatisieren. Vieles passiert noch über Excel-Tabellen, sollte aber im besten Fall über Webformulare eingetragen werden. Die werden dann zentral gespeichert und verwaltet. Ziel ist es, den Mitarbeitenden den Umgang mit Software zu vereinfachen.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Das Programmieren und das Austüfteln, das damit einhergeht. Es ist immer ein Tageshighlight, wenn es klappt. Ein bisschen wie Rätsel lösen! Gleichzeitig lernt man total viel für das nächste Mal.
Einen weiteren großen Teil machen die anderen Azubis aus. Der virtuelle Kontakt zu den anderen hat mir in den letzten Monaten viel geholfen und Halt gegeben.

Wenn du durch die Zeit reisen könntest, welchen Tipp würdest du deinem früheren Ich geben?

Beruflich: Mach kein Biologiestudium, das ist dir zu theoretisch.
Als Lebensweisheit: Achte auf dich selbst und deine Bedürfnisse!

Könntet ihr euch vorstellen den zweiten Bildungsweg zu gehen?
Ja, ich würde super gerne nochmal etwas Neues lernen.
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Ich bin mir nicht sicher.
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Nein, ich bin mit meiner Ausbildung/Studium zufrieden
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Naomi Asal